Barcelona Sehenswürdigkeiten

Die Hauptstadt Kataloniens ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Millionen Touristen besuchen jährlich Barcelona und erfreuen sich an den sonnigen Sommern und milden Wintern. Es wäre eine große Leistung, sich bei all den Sehenswürdigkeiten in Barcelona zu langweilen. Die Stadt hat viel zu bieten, ist umgeben von Bergen und Meer und hat eine interessante Geschichte, die sich in Museen und faszinierenden Attraktionen widerspiegelt.

Auf dieser Seite stellen wir die bedeutendsten Barcelona Sehenswürdigkeiten vor. Die Gebäude des berühmten Architekten Antoni Gaudí stehen bei vielen Touristen ganz oben auf der Liste. Mit ihnen befassen wir uns im ersten Abschnitt. Doch auch andere Künstler und Persönlichkeiten hinterließen ihre Spuren in Barcelona. Ihre Werke lassen sich in interessanten Museen bestaunen. Diese findest du im zweiten Abschnitt.

Danach geht es um schöne Erlebnisse, an denen die ganze Familie ihre Freude hat, sowie um kostenfreie Attraktionen, die deinen Barcelona-Besuch abrunden. Zum Schluss stellen wir einige Ausflüge ins Umland vor, bei denen du aus der Stadt herauskommst, falls du mehr als ein paar Tage in Barcelona verweilst.

Die Barcelona Sehenswürdigkeiten im Überblick

Diese Seite enthält Partnerlinks. Das heißt, wir erhalten eine Provision, wenn du über einen Partnerlink ein Produkt kaufst (z. B. ein Ticket oder einen Citypass). Das Produkt wird dadurch nicht teurer für dich.

Die besten Gaudí-Sehenswürdigkeiten

Wie kaum ein anderer Künstler hat Antoni Gaudí das Stadtbild Barcelonas geprägt. Sieben seiner Werke stehen sogar auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes: Die Geburtsfassade und Krypta der Sagrada Família, der Park Güell, Casa Vicens, Casa Batlló, Casa Milà, die Krypta in der Colònia Güell und der Palau Güell. Diese Barcelona Sehenswürdigkeiten stellen wir in diesem Abschnitt vor.

Sagrada Família

Sagrada Família in Barcelona

Die Sagrada Família ist eine der meist besuchten Sehenswürdigkeiten in Barcelona.

Die römisch-katholische Kirche ist Gaudís bekanntestes Bauwerk. Der Architekt arbeitete 43 Jahre lang daran – bis zu seinem tragischen Tod im Jahr 1926 – und wurde in der Krypta beerdigt. In seinem 100. Todesjahr soll die Sagrada Família fertiggestellt werden, doch schon jetzt besuchen jedes Jahr Millionen Menschen die fünfschiffige Basilika.

Sie vereint mehrere Architekturstile und ist mit unzähligen Details gestaltet. Das Innere besticht durch ein Zusammenspiel aus Licht und Farben – ermöglicht durch große bunte Fenster. Gaudí orientierte sich in seiner Arbeit gern an der Natur und erdachte für den Innenraum einen Wald aus steinernen Säulen, die wie Baumkronen in einem hohen Gewölbe münden.

Wenn du auch durch diesen beeindruckenden Wald wandeln möchtest, solltest du für die Besichtigung mindestens eine Stunde einplanen und aufgrund des großen Andrangs in dieser Sehenswürdigkeit rechtzeitig Tickets mit vorgegebener Einlasszeit kaufen. Mit dem Basic Ticket sind täglich ab 14 Uhr einfache Besuche ohne Führung möglich. Darüber hinaus besteht die Wahl zwischen einer geführten Tour und einem Ticket mit Audioguide in mehreren Sprachen.

Wer das Ticket Sagrada Família & Towers wählt, kann auf einen von zwei Türmen hinauffahren. Die Nativity Façade erlaubt einen spektakulären Ausblick über den Osten Barcelonas, die Passion Façade über das Stadtzentrum. Nimm dir auch Zeit, die Sagrada Família von außen zu betrachten. Du kannst dich zum Beispiel in zwei kleinen Parkflächen in den Schatten setzen.

Diese Sehenswürdigkeit liegt ein Stück vom Stadtkern Barcelonas entfernt, du gelangst aber bequem mit Bus oder Metro dorthin. Die Metrostation trägt den Namen Sagrada Família.


Park Güell

Park Güell in Barcelona

Park Güell: Der zentrale Teil des Parks – „Monumental Core“ – ist für Besucher geöffnet, aber kostenpflichtig.

Dass der Park Güell heute für die Allgemeinheit geöffnet ist, haben wir einem gescheiterten Plan zu verdanken. Der Unternehmer Eusebi Güell war früh auf den jungen Architekten Antoni Gaudí aufmerksam geworden und verschaffte ihm einige große Aufträge. Im Jahr 1900 begannen die Arbeiten an dem Gelände, das sich an den englischen Gartenstädten orientieren sollte. Geplant waren über 60 Villen für die wohlhabenden Bürger Barcelonas. Es wurden aber nur zwei Grundstücke verkauft, sodass das Vorhaben aufgegeben werden musste. Gaudí selbst wohnte von 1906 bis 1925 auf dem Gelände, sein Wohnhaus ist heute ein Museum.

Der etwa 17 Hektar große Park ist in zwei Bereiche geteilt: einen kostenlosen und einen kostenpflichtigen Teil, den „Monumental Core“. Highlights sind dort die große Treppe mit dem berühmten, mit bunten Keramikmosaiken gestalteten Drachen und der Plaça de la Natura, eine große Terrasse, die von geschwungenen Mosaikbänken gesäumt ist. Von hier aus hast du einen tollen Blick über Barcelona, der besonders zum Sonnenaufgang beeindruckt.

Den „Monumental Core“ darf pro Stunde nur eine begrenzte Anzahl an Besuchern betreten, deshalb solltest du Tickets vorher kaufen. Online-Tickets sind günstiger als Eintrittskarten an der Tageskasse. Du kannst den Park auch im Rahmen einer Führung besichtigen. Tipp für Frühaufsteher: Vor der offiziellen Öffnungszeit ist der „Monumental Core“ kostenlos.

Du kannst mit der Metro oder mit dem Bus zum Park gelangen, jedoch solltest du bedenken, dass er auf einem Berg liegt und du vor allem von den nächstgelegenen Metrostationen Lesseps und Vallcarca ein Stück bergauf laufen musst.

Nur 200 Meter vom Park Güell entfernt befindet sich die Gaudí Experience – ein 4D-Film, bei dem dich Spezialeffekte wie bewegliche Sitze in Gaudís Werk eintauchen lassen. Zusätzlich erzählt eine multimediale Ausstellung in mehreren Sprachen vom Leben und Werk des Architekten. Du siehst beispielsweise das Modell eines New Yorker Wolkenkratzers, der nie gebaut wurde.

Achtung: Die Gaudí Experience ist an einigen Feiertagen geschlossen oder nur verkürzt geöffnet.


Casa Batlló

Casa Batlló in Barcelona

Casa Batlló: eines der bekanntesten Gebäude von Antoni Gaudí und Barcelona Sehenswürdigkeiten

Die Passeig de Gràcia verband Barcelona mit der Gemeinde Gràcia, bis diese 1897 eingemeindet wurde. Heute ist die Prachtstraße von teuren Geschäften und Hotels gesäumt, aber auch von architektonischen Highlights, darunter dem Casa Batlló.

Der Geschäftsmann Josep Batlló beauftragte Gaudí mit der Umgestaltung des Gebäudes in der Passeig de Gràcia 43. Die Arbeiten dauerten von 1904 bis 1906. Es entstand ein buntes Haus wie aus dem Märchen, das heute noch seine Besucher in den Bann zieht.

Es gibt mehrere Interpretationen der Gestaltungselemente, die Gaudí verwendete. Eine weitverbreitete sieht in dem Gebäude die Legende von St. Georg verewigt, dem Schutzheiligen von Katalonien, der einen Drachen tötete. Eine zweite Interpretation geht in Richtung Natur, weil die gewellte Fassade an eine ruhige Meeresoberfläche erinnert und die Blumenverzierung den Seerosen in Monet-Gemälden ähneln.

Welche Einflüsse du erkennst, kannst du bei einer Besichtigung aller Etagen und der Dachterrasse herausfinden. Dabei hilft dir ein audiovisueller SmartGuide, der eine Laufzeit von 45 Minuten aufweist.

Wenn du online Tickets kaufst, sparst du gegenüber den Preisen an der Tageskasse. Es gibt drei verschiedene Ticketkategorien, bei denen du Datum und Uhrzeit für deinen Besuch auswählst: „Blue“, die nur die Besichtigung mit Smartguide enthält, „Silver“, mit der du zusätzlich die Warteschlange am Eingang umgehst und „Gold Priority“ mit VIP-Zugang, kostenloser Stornierung, Erinnerungsfoto und dem Besuch des Jugendstil-Wohnzimmers.

Mit „Be the First“ kannst du das Gebäude ohne viel Andrang besichtigen, weil du am frühen Morgen noch vor der offiziellen Öffnung hineinkommst.

Ein Tipp für Familien: Das Casa Batlló lässt sich sonntags bei einer Kostümführung auf Englisch entdecken.

Die Metrostation Passeig de Gràcia ist gleich in der Nähe des Casa Batlló, auch Busse halten dort. Wenn du aber gut zu Fuß bist, empfehlen wir, die Straße entlang zu flanieren und die anderen Gebäude in der Umgebung zu bestaunen.


Casa Milà („La Pedrera“)

Casa Milà in Barcelona

Casa Milà – auch als „La Pedrera“ bekannt. Eine der bekanntesten von Antoni Gaudí entworfenen Sehenswürdigkeiten in Barcelona.

Wie kontrovers das Gebäude an der Ecke Passeig de Gràcia/Carrer de Provença am Anfang war, zeigt schon sein Spitzname: „La Pedrera“ – Der Steinbruch. Den Namen bekam es aufgrund seiner hellen, geschwungenen Steinfassade. Die Arbeiten an Casa Milà dauerten von 1906 bis 1910. Es war Gaudís letzter Profanbau und aufgrund der unkonventionellen Bauart sehr umstritten. Auftraggeber war die reiche Milà-Familie, die ebenfalls nicht ganz glücklich mit dem Stararchitekten war. Heute gehört es aber zu den wichtigsten Barcelona Sehenswürdigkeiten.

Gaudí ließ in dem Gebäude viele Innovationen einfließen, so hat es zum Beispiel eine eigene Belüftungsanlage und eine Tiefgarage. Es beherbergt Wohnungen, Büros, Ausstellungsräume und Geschäfte. Besucher können auf fünf Etagen etwa 4500 m² des Hauses besichtigen, darunter auch die Dachterrasse mit Blick über Barcelona.

Die Besichtigung dauert zwischen einer und anderthalb Stunden und beinhaltet einen kostenlosen Audioguide. Verschiedene Ticketarten versprechen individuelle Erlebnisse, so gibt es geführte Touren, Kombitickets für Tag und Abend sowie das Angebot „The awakening of La Pedrera“, bei dem eine kleine Gruppe in einer geführten Tour das Gebäude vor allen anderen betritt. Wenn du dein Ticket vorher online kaufst, sparst du Geld und musst nicht anstehen.

Mit der Metro bis Station Diagonal und mit Bussen gelangst du direkt zum Casa Milà. Nutze aber auch die Gelegenheit, dir die andere interessante Architektur an der Passeig de Gràcia anzuschauen.


Casa Vicens

Casa Vicens in Barcelona

Casa Vicens: Das erste, aber am wenigsten bekannte Haus Antoni Gaudís. Casa Vicens ist erst im Jahr 2017 für die Öffentlichkeit geöffnet worden.

Mit 26 Jahren bekam Antoni Gaudí seinen ersten großen Auftrag. Der Börsenmakler Manuel Vicens wollte ein Sommerhaus in der Carrer de les Carolines bauen lassen, damals noch in der eigenständigen Gemeinde Gràcia. Mit dem Casa Vicens entstand eines der ersten Gebäude im Stil des Modernisme, mit Einflüssen aus der orientalischen und maurischen Architektur.

Von 1883 bis 1885 erbaut, zeigt es Elemente von Gaudís Stil, die auch in späteren Werken Verwendung finden, zum Beispiel Farben und Naturmotive. Die Fassade ist mit Ringelblumen verziert, im Garten ließ sich der Architekt von der Flora und Fauna des Mittelmeerraums inspirieren. 1925 sollte das Haus erweitert werden, Gaudí lehnte den Auftrag jedoch ab, sodass Architekt Joan Baptista Serra de Martínez übernahm.

Erst seit 2017 sind das Gebäude und das Außengelände der Öffentlichkeit zugänglich. Im Inneren befinden sich Ausstellungen über die Entstehung des Hauses und Gaudís Arbeit.

Du kannst Tickets mit vorgegebener Einlasszeit online kaufen. Dort werden mehrere Varianten angeboten: Das Basisticket erlaubt den einfachen Eintritt. Zusätzlich gibt es Führungen in verschiedenen Sprachen und auch die „The essence of Casa Vicens“-Führung an Samstagabenden auf Katalanisch und Spanisch, bei der man das Gebäude durch Gerüche kennenlernt.

Übrigens: Montags gilt ein reduzierter Preis auf das Basisticket. Beachte, dass das Casa Vicens an bestimmten Feiertagen, wie Weihnachten und Neujahr, gar nicht oder nur verkürzt geöffnet ist.

Bei deinem Besuch hast du auch die Gelegenheit, den hippen Stadtteil Gràcia kennenzulernen. Die nächsten Metrostationen sind Fontana und Lesseps, bis zum Casa Vicens sind es etwa 250 Meter.


Palau Güell

Die Zusammenarbeit zwischen Gaudí und Güell geht weit zurück. Der Unternehmer hatte den Architekten bei der Weltausstellung in Paris 1878 entdeckt. Mit dem Palau Güell sollte in der Carrer Nou de la Rambla ein Stadtpalais für die Unternehmerfamilie entstehen. Die Arbeiten dauerten von 1886 bis 1890. Der Stadtteil El Raval hatte sich damals zum Armenviertel entwickelt und das große Gebäude ermöglichte eine gewisse Abschottung. Zwei große Tore erlaubten es, mit der Pferdekutsche direkt ins Haus zu fahren. Die Familie wohnte in dem Palais, bis sie in den Park Güell zog.

Im Palau Güell bekommst du einen Einblick in Gaudís frühe Arbeit. Beachte, dass nur 185 Personen gleichzeitig in das Gebäude dürfen, sodass du deine Tickets online kaufen sollest. Du hast die Wahl zwischen einem normalen Besuch mit Audioguide und kostenlosen Führungen freitags bis sonntags in verschiedenen Sprachen.

Wenn du Glück hast, kannst du am 1. Sonntag des Monats und an ausgewählten Feiertagen kostenlos ins Gebäude, jedoch wird auch an diesen Tagen nur eine bestimmte Anzahl an Gratistickets verteilt. Montags und an bestimmten Feiertagen, wie Weihnachten und Neujahr, bleibt das Gebäude für Besucher geschlossen.

Der Palau Güell befindet sich in einer Querstraße der berühmten Rambla, an der auch mehrere Buslinien halten. Die nächste Metrostation ist Liceu.


Colònia Güell und Gaudís Krypta

Etwa 15 Kilometer außerhalb von Barcelona, in Santa Coloma de Cervelló, gründete Eusebi Güell Ende des 19. Jahrhunderts eine Industriesiedlung. In der Colònia Güell wohnten die Arbeiter der Fabrik, dazu gab es Kultur-, Bildungs- und Freizeitangebote. Auch eine Kirche sollte Teil der Siedlung werden. Mit deren Konzeption beauftragte Güell seinen Freund Antoni Gaudí im Jahr 1898.

Zehn Jahre später wurde mit dem Bau begonnen, doch die Kirche ist nie vollendet worden. Nur der untere Teil wurde fertiggestellt, er wird heute „Krypta“ genannt. Hier finden sich architektonische Innovationen, die du auch in der Sagrada Família wiederfindest, wie zum Beispiel eine Gewölbedecke und Säulen.

Die Textilproduktion in der Colònia Güell wurde 1973 eingestellt. Heute kannst du die Siedlung und die Krypta besichtigen. Im Besucherzentrum gibt es eine Dauerausstellung mit Informationen über das Leben in der Colònia Güell. Samstagmorgens verkaufen Bauern aus der Region auf einem Markt ihre Produkte.

Ab Barcelona fahren Züge direkt dorthin, die Fahrt ab der U-Bahnstation Plaça Espanya dauert etwa 20 Minuten. Wenn du mit dem Auto anreist, kannst du die kostenlosen Parkplätze nutzen.

Tickets für die Besichtigung mit vorgegebenem Tag und Uhrzeit gibt es online, jedoch werden dort nur drei Pakete angeboten: Die Besichtigung mit mehrsprachigem Audioguide, die Besichtigung mit Hin- und Rückfahrt und die Besichtigung am Wochenende mit Führung auf Spanisch oder Katalanisch. Es ist aber auch möglich, die Colònia Güell ohne Audioguide anzuschauen, dann sparst du einen Euro. Auf jeden Fall solltest du ein bisschen Zeit einplanen, um das Gelände abzulaufen und das Innere der Krypta zu sehen.

Achtung: Die Colònia Güell ist an einigen Feiertagen geschlossen.


Gaudí Exhibition Center

Mitten im Gotischen Viertel, neben der Kathedrale, befasst sich ein Museum mit Gaudís Leben und Werk. Das Gaudí Exhibition Center zeigt exklusive Ausstellungsstücke, zum Beispiel Dokumente und Modelle, und gibt einen Überblick über die Bauwerke des Architekten. Das Museum ist multimedial gestaltet, Besucher können einen mehrsprachigen Audioguide nutzen.

Im Gegensatz zu den anderen Gaudí-Attraktionen sind hier nicht so lange Schlangen zu erwarten, trotzdem kannst du mit einem Online-Ticket das Anstehen vermeiden.

Das Museum liegt im Gotischen Viertel, sodass du den Besuch gleich mit einem Spaziergang durch diesen Teil Barcelonas verbinden kannst. Die nächsten Metrostationen sind Jaume I und Liceu.

Sightseeing-Tipp: Du möchtest möglichst viele Barcelona Sehenswürdigkeiten besuchen? In diesem Fall könnte sich ein Barcelona Citypass für dich lohnen. Ein Citypass ist eine Eintritts- und Rabattkarte für mehrere Attraktionen. Beliebte Citypässe sind die Barcelona Card, der Barcelona City Pass und der Turbopass Barcelona.

Top-Sehenswürdigkeiten in Barcelona

Die Sehenswürdigkeiten Antoni Gaudís prägen das Stadtbild Barcelonas. Allerdings gibt es in der Stadt weitere Top-Attraktionen, die bei Reisenden weit oben auf dem Wunschzettel stehen. Darunter interessante Museen, faszinierende Gebäude und ein Schloss. Diesen Barcelona Sehenswürdigkeiten widmen wir uns im folgenden Abschnitt:

Museu Picasso

Museu Picasso in Barcelona

Innenhof des Picasso-Museums. Diese Sehenswürdigkeit liegt im wunderschönen Gotischen Viertel in Barcelona.

Pablo Picasso zieht die Menschen nach wie vor in seinen Bann. Picasso verbrachte seine Jugendjahre in Barcelona und hier ist dem Maler auch ein Museum gewidmet. Es ist in fünf zusammenhängenden Stadthäusern im Gotischen Viertel untergebracht und hat über 4.000 Stücke im Bestand. In Dauer- und Wechselausstellungen werden besonders die frühen Werke des Malers präsentiert.

Du solltest dein Ticket online kaufen, um die lange Warteschlange zu umgehen. Wenn du dich durch die Ausstellungen begleiten lassen möchtest, kannst du einen Audioguide oder eine Führung buchen.

Am Donnerstagabend von 18 bis 21:30 Uhr, am ersten Sonntag des Monats und an manchen Feiertagen ist der Eintritt frei, jedoch gibt es nur eine begrenzte Anzahl an Tickets, die du dir wenige Tage vorher online sichern kannst.

Das Museu Picasso liegt in einer schmalen Gasse im Gotischen Viertel, sodass du dorthin ein Stück laufen musst. Bushaltestellen gibt es in der Carrer de la Pincesa, die nächsten Metrostationen sind Jaume I und Arc de Triomf.

Achtung: Montags und an einigen Feiertagen bleibt das Museum geschlossen.


Museu Nacional d’art de Catalunya (MNAC)

Das katalanische Nationalmuseum ist in einem imposanten Gebäude untergebracht. Manch einer mag sich an den Petersdom in Rom erinnert fühlen. Der Nationalpalast wurde für die Internationale Weltausstellung 1929 erbaut und liegt am Fuße des Bergs Montjuïc.

Das Museum zeigt Kunstwerke aus verschiedenen Epochen katalanischer Kunst, zum Beispiel romanische Wandmalereien, Renaissancegemälde und moderne Kunst.

Du kannst dein Ticket online kaufen, zusätzlich ist ein Audioguide verfügbar. Am ersten Sonntag jedes Monats, jeden Samstag ab 15 Uhr und an ausgewählten Feiertagen ist der Eintritt kostenfrei. Montags und an bestimmten Feiertagen, wie Weihnachten und Neujahr, ist das Museum geschlossen.

Das Museum ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen, direkt davor ist eine Bushaltestelle, jedoch ist es auch vom Plaça Espanya nicht weit, dort halten mehrere Buslinien und Metrolinien.


Fundació Joan Miró

Neben Gaudí und Picasso kann Barcelona mit Joan Miró einen weiteren bedeutsamen Künstler für sich beanspruchen. Das 1975 eröffnete Museum auf dem Montjuïc hält die Erinnerung an ihn wach. Miró selbst hat es in Zusammenarbeit mit dem Architekten Josep Lluís Sert geschaffen, sodass Gebäude und Ausstellung eng miteinander verbunden sind.

Die Fundació Joan Miró eignet sich besonders für Liebhaber moderner Kunst. Die Eintrittskarten mit bevorzugtem Einlass kannst du online kaufen. An Donnerstagen und Samstagen werden Führungen in englischer Sprache angeboten.

Um das Museum zu erreichen, musst du einen Teil des Bergs Montjuïc hochlaufen. Du kannst aber auch einen Bus oder die Seilbahn Montjuïc Funicular nutzen.

Achtung: Montags und an bestimmten Feiertagen bleibt das Museum geschlossen.


Poble Espanyol

Die Weltausstellung 1929 bescherte Barcelona einige neue Attraktionen, so auch das Poble Espanyol am Fuße des Montjuïc. In dem Freilichtmuseum spazierst du durch ein ideales spanisches Dorf, lernst die Architektur verschiedener Epochen kennen und erfährst einiges über Handwerk und Brauchtum in den Regionen Spaniens.

Wenn du dein Ticket online kaufst, bekommst du bis zu 10 % Ermäßigung und sparst zudem Zeit. Du kannst zusätzlich einen Audioguide buchen, der dich etwa eine Stunde lang in die Besonderheiten des Dorfs einweiht. Du kannst auch an einer Führung teilnehmen, deine Teilnahme musst du aber vorher reservieren.

Wenn du mit Freunden oder Familie unterwegs bist, verspricht der Rundgang „El Joc del Sarró“ Spaß. Dabei bekommt ihr einen Rucksack mit Forschungswerkzeugen und geht als Detektive auf Erkundungstour, löst Rätsel und entdeckt die Geheimnisse des Dorfs.

Die vom Poble Espanyol nächstgelegene Metrostation ist Plaça Espanya, von wo aus du noch ein Stück laufen musst, ansonsten halten Busse direkt an der Haltestelle Poble Espanyol.


Mirador de Colom

Als Christoph Kolumbus von seiner Entdeckung Amerikas heimkehrte, weilten Spaniens König und Königin, unter deren Flagge er unterwegs war, gerade in Barcelona. Hier empfingen sie ihn und ließen ihm große Ehren zuteilwerden.

Das Kolumbusdenkmal am südlichen Ende der Rambla und nahe dem Hafen erinnert an das Leben und die Entdeckungen des Seefahrers. Es ist 60 Meter hoch und hat im Inneren einen Fahrstuhl, mit dem du nach oben fahren kannst. Dort hast du einen 360-Grad-Blick über die Umgebung. Du kannst Tickets für das Denkmal online kaufen.

Wenn du sowieso die Rambla besuchen möchtest, kannst du die Straße vom Plaça Catalunya bis zum Meer hinunterlaufen und steuerst damit direkt auf das Denkmal zu. Wenn du dort aber starten möchtest, gelangst du auch mit Bussen und Metro (Station Drassanes) dorthin.


Casa de les Punxes

Mit seinen vielen Türmchen hat das Casa de les Punxes etwas von einem Schloss. Übersetzt heißt Punxes so viel wie Stachel und eigentlich ist das auch gar nicht der offizielle Name des Gebäudes, denn es wurde nach der Auftraggeberfamilie Terradas benannt.

Das Gebäude liegt zwischen Avinguda Diagonal, Carrer del Rosselló und Carrer del Bruc im Stadtteil Eixample und damit genau im Quadrat d’Or, dem goldenen Viereck, das aufgrund seiner vielen architektonischen Höhepunkte so genannt wird. Nutze deinen Besuch, um dieses moderne Viertel abzulaufen, vor allem die belebte Straße Avinguda Diagonal. Ansonsten gelangst du mit der Metro (Stationen Verdaguer und Diagonal) und Bussen in die Nähe des Gebäudes.

Casa de les Punxes ist das Werk des Architekten Josep Puig i Cadafalch. Bei deiner Besichtigung lernst du die Legende des Sankt Georg, die Geschichte des Gebäudes und das Leben und die Arbeit des Architekten kennen. Lass dir auch die Dachterrasse nicht entgehen, wo du die „Stachel“ von Nahem sehen kannst.

Der normale Besuch beinhaltet einen Audioguide, du kannst dich aber auch für eine Führung entscheiden oder eines der besonderen Angebote wahrnehmen, bei denen du zum Beispiel mit einem Glas Cava oder Cocktail den Ausblick genießen kannst.

Am Weihnachtstag ist das Gebäude geschlossen.


Castell de Montjuïc

Auf Barcelonas Hausberg Montjuïc thront eine mittelalterliche Festung, deren Geschichte bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht. Sie ist einer der besten Aussichtspunkte der Stadt, besonders der Sonnenuntergang ist von dort oben einmalig.

Du kannst das Castell auf eigene Faust erkunden oder eine einstündige Führung mitmachen, bei der du in Räume gelangst, die sonst nicht zugänglich sind. Wenn du deine Tickets online kaufst, umgehst du die Warteschlangen. Für Sparfüchse: Der Eintritt ist sonntags nach 15 Uhr, am ersten Sonntag des Monats ganztägig und an ausgewählten Feiertagen kostenlos.

Das Castell liegt auf dem Berg, du kannst den Besuch also super mit einer Wanderung verbinden. Wenn du den aber nicht selbst hochkraxeln möchtest, kannst du einen Bus oder die Seilbahn nutzen. Sie halten direkt am Castell.

Achtung: Das Castell ist an einigen Feiertagen (Weihnachten und Neujahr) geschlossen.

Schöne Erlebnisse in Barcelona

Neben den klassischen Sehenswürdigkeiten gibt es eine Reihe von Attraktionen, die eher in die Kategorie „Erlebnisse“ fallen, weil es nicht nur darum geht, ein besonders schönes Bauwerk von außen und innen zu besichtigen. Die in diesem Abschnitt aufgezeigten Barcelona Sehenswürdigkeiten werden dir vermutlich als schönes Erlebnis in Erinnerung bleiben.

Besuch im Zoo von Barcelona

Zoo in Barcelona

Zoo von Barcelona: Mehr als 2.000 Tiere leben in einem der ältesten Zoos der Welt.

Der Zoo von Barcelona ist einer der ältesten Zoos der Welt. Er wurde 1892 eröffnet, seine Gebäude sind ein Überbleibsel der Weltausstellung 1888. Der Zoo beherbergt heute über 2.000 Tiere und zeigt eine große Artenvielfalt. Weltweit berühmt wurde der Zoo durch den Albinogorilla „Floquet de Neu“ (Schneeflöckchen), der von 1966 bis 2003 dort lebte.

Gerade Kinder werden im Zoo ihren Spaß haben. Höhepunkte sind zum Beispiel tägliche Fütterungen, das Delfin- sowie das Elefantentraining.

Die 13 Hektar große Anlage ist zentral gelegen. Sie befindet sich direkt am Parc de la Ciutadella. Du gelangst also gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin, zum Beispiel mit Bus, Metro (Station Ciutadella Vila Olímpica), Tram oder Zug.

Wenn du deine Tickets online kaufst, sparst du 10 % vom Eintrittspreis.


Rundgang im Camp Nou des FC Barcelona

Camp Nou Experience im Stadion des FC Barcelona

Camp Nou: Das Stadion des FC Barcelona. Im Rahmen einer Führung kannst du das Stadion begehen.

Der FC Barcelona gehört zu den Top-Fußballclubs der Welt. Sein Heimstadion, das Camp Nou, ist das größte Europas. Bei der Stadiontour Camp Nou Experience kannst du einmal hinter die Kulissen blicken, zum Beispiel die Gästeumkleide, den Presseraum oder den Tunnel, durch den die Spieler ins Stadion gelangen, sehen.

Es gibt mehrere Besichtigungspakete, die jeweils unterschiedliche Touren beinhalten, immer dabei ist aber das Museum, in dem du in einer multimedialen Ausstellung etwas über die Vereinsgeschichte erfährst und die Pokale und Trophäen betrachten kannst. Du solltest für die Tour etwa anderthalb Stunden einplanen. Online-Tickets gibt es bei Get Your Guide oder direkt auf der Stadion-Website. Beim Onlinekauf sparst du Zeit und musst nicht Schlange stehen.

Beachte, dass die Besichtigungen an Spieltagen nur eingeschränkt angeboten werden, am Weihnachtstag und Neujahrstag ist das Stadion geschlossen.

Das Stadion liegt etwas außerhalb das Stadtkerns, ist aber mit Bus und Metro gut erschlossen.


Eine Bootstour mit „Las Golondrinas“

Die Bootstour mit Las Golondrinas hat in Barcelona Tradition. Lass dir die Meerluft um die Nase wehen und erlebe die Stadt vom Wasser aus. Die doppelstöckigen Boote erlauben den perfekten Panoramablick. Du kannst zwischen verschiedenen Routen wählen, zum Beispiel den Hafen erkunden oder die Skyline betrachten, im Sommer gibt es auch Live-Musik.

Die Boote legen am Hafen ab. Du erreichst sie, wenn du vom Kolumbusdenkmal direkt auf das Wasser zugehst. Deine Tickets für die 40-minütige oder 1,5-stündige Rundfahrt kannst du vorab im Internet kaufen.


Besuch im Aquàrium Barcelona

Das 1995 eröffnete Meerwasseraquarium ist nichts für Angsthasen. In einem Glastunnel läufst du neben Haien entlang! Außerdem kannst du mehr als 11.000 Tiere in ihren Lebensräumen betrachten. Es gibt Bereiche für das Mittelmeer, das Rote Meer und das Great Barrier Reef. Bei öffentlichen Fütterungen lernst du, was zum Beispiel Haie, Rochen und Pinguine fressen.

Das Aquarium liegt in einem neugestalteten Bereich am Alten Hafen, der mit Restaurants, Clubs und einem großen Einkaufszentrum in ein Erlebnisviertel verwandelt wurde. Die nächsten Metrostationen sind Barceloneta und Drassanes, Busse halten direkt am Aquarium.

Um Anstehen zu vermeiden, solltest du deine Tickets online kaufen.


Eine Flamenco-Show besuchen

Der Flamenco stammt eigentlich aus Südspanien, aber auch in Barcelona kannst du diesen emotionalen Tanz erleben. Er ist eine Kombination aus leidenschaftlichen Bewegungen, Instrumenten und Gesang.

Viele Lokale bieten Flamenco-Abende an, manche gut, manche weniger gut bewertet. Eines der besser bewerteten ist das Palacio del Flamenco in der Carrer de Balmes im Stadtteil Eixample, bei der es neben der einstündigen Show optional auch ein Abendessen gibt. Bevor du dich für eine Show entscheidest, solltest du die Rezensionen bei Tripadvisor oder Google lesen, um nicht enttäuscht zu werden.


Seilbahn (Telefèric) fahren

Die wohl einzigartigste Art, die Stadt zu sehen, ist aus der Luft. Über Barcelona schweben gleich zwei Seilbahnen. Die älteste verbindet den Stadtteil Barceloneta mit Miramar auf dem Montjuïc und legt in zehn Minuten eine Distanz von 1300 Metern zurück.

Du überquerst dabei den Alten Hafen, schwebst am Kolumbusdenkmal vorbei und hast einen tollen Blick auf das Zentrum. Wenn du möchtest, kannst du von der Bergstation aus einige Meter laufen und in die nächste Seilbahn steigen, die dich bis zum Castell, dem höchsten Punkt des Montjuïc bringt.

Seilbahn in Barcelona

Telefèric: Mit der Seilbahn entdeckst du die Barcelona Sehenswürdigkeiten aus der Luft.

Auf den etwa 750 Metern, die sie zurücklegt, kannst du das Panorama von Barcelona genießen. Du hast die Wahl zwischen drei Stationen, von denen aus du verschiedene Attraktionen auf und am Berg besuchen kannst, zum Beispiel die Fundació Joan Miró, das Poble Espanyol, den Olympiapark, das Castell oder die Aussichtspunkte auf dem Berg.

Bei beiden Seilbahnen gilt: Es ist günstiger, wenn du Hin- und Rückfahrt gemeinsam buchst statt jede Fahrt einzeln. Natürlich kannst du aber auch eine Richtung laufen.


Auf den Berg Tibidabo fahren

Gegenüber dem Montjuïc befindet sich der zweite Hausberg von Barcelona, der Tibidabo. Er erlaubt einen tollen Ausblick auf die Stadt und das Meer. Der Tibidabo hat eine Menge Aktivitäten zu bieten, allen voran den gleichnamigen Vergnügungspark. Du kannst zwischen dem Eintritt für den ganzen Park und dem weniger teuren Panoramabereich wählen, der einige Attraktionen und den Ausblick beinhaltet.

Die römisch-katholische Kirche Sagrat Cor begrüßt dich auf dem Gipfel des Bergs. Wie du am Namen vielleicht schon erraten hast, wurde sie nach dem Vorbild der Sacré-Cœur in Paris gebaut und hat eine ähnlich helle Fassade. Der Besuch der Kirche ist kostenlos, außer du möchtest zur Aussichtsplattform hinauf. Dort stehst du am Fuße einer riesigen Christusstatue und kannst aus fast schwindelerregender Höhe auf die Stadt blicken.

Tibidabo Vergnügungspark in Barcelona

Der Vergnügungspark auf dem Berg Tibidabo mit Aussichtspunkten über Barcelona.

Eine weitere Aussichtsplattform befindet sich auf dem Fernsehturm Torre de Collserola, der insgesamt 288 Meter hoch ist. Du solltest dir vorher die Öffnungszeiten anschauen, denn die Plattform ist nicht an allen Tagen geöffnet.

Zum Tibidabo hinauf führen viele Wege. Der wohl schönste beginnt mit einer Fahrt mit der historischen Straßenbahn Tramvia Blau, bei der San Francisco-Feeling aufkommt. Von der Avenida Tibidabo bringt sie dich zur Standseilbahn Funicular del Tibidabo, mit der du bis zur Spitze des Berges gelangst.

Kostenfreie Sehenswürdigkeiten in Barcelona

Nicht für jede Sehenswürdigkeit musst du einen Eintrittspreis bezahlen. Manche Attraktionen sind frei zugänglich. Die kostenfreien Must-See-Sehenswürdigkeiten stellen wir in diesem Abschnitt vor.

Font Màgica (Magischer Brunnen)

Ein Zusammenspiel aus Farben und Licht erwartet dich abends am Font Màgica vor dem Nationalpalast. Das Wasser bewegt sich zu Musik und wird farbig beleuchtet. Das Spektakel ist kostenfrei. Du gelangst dorthin am besten mit Bus oder Metro, Station Plaça Espanya.

Magischer Brunnen - Font Magica in Barcelona


Gotisches Viertel

Im Gotischen Viertel, Barri Gòtic, befindest du dich im ältesten Stadtteil Barcelonas. Flaniere durch die engen, verwinkelten Gassen im Schatten der historischen Gebäude, vorbei an der Kathedrale und dem Parlamentsgebäude von Katalonien oder betrachte die Schaufenster der traditionsreichen Geschäfte. Besonders hübsch ist die Carrer de Petritxol, in der du auch einige der besten Churros mit Schokoladensauce kaufen kannst. Hinter den grauen Steinfassaden sind einige der besten Museen untergebracht, zum Beispiel das Picasso-Museum und das Museum zur Stadtgeschichte.

Gotisches Viertel in Barcelona


Catedral de Barcelona

 Die prächtige Kathedrale im Gotischen Viertel bietet besonders an heißen Tagen eine willkommene Abkühlung. Über 150 Jahre lang dauerte der Bau des gotischen Gotteshauses, fertiggestellt wurde es 1448. Heute lädt das imposante Bauwerk Kirchgänger und Touristen gleichermaßen ein. Halte auch Ausschau nach den 13 weißen Gänsen im Innenhof des benachbarten Klosters.

Besichtigungen sind möglich unter der Woche zwischen 12:30 Uhr und 19:45 Uhr, samstags von 12:30 Uhr bis 17:30 Uhr sowie sonn- und feiertags von 14 Uhr bis 17:30 Uhr.

La Rambla

 Die mehr als einen Kilometer lange Flaniermeile verbindet den Plaça Catalunya mit dem Alten Hafen und trennt die Stadtteile Barri Gòtic und El Raval. In der Mitte der breiten Straße befindet sich eine von Bäumen gesäumte Fußgängerzone, an der sich Souvenir- und Essensstände, Blumenkioske und Straßenkünstler abwechseln. Links und rechts der Straße stehen einige bedeutende Gebäude, wie zum Beispiel das Opernhaus, das älteste Theater der Stadt und die Markthalle Mercat de la Boqueria.

La Rambla Barcelona


Mercat de la Boqueria

Die Markthalle Mercat de Sant Josep de la Boqueria ist eine der bekanntesten in Barcelona und zieht viele Besucher an. Sie beherbergt Verkaufsstände mit frischem Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch, aber auch touristengerecht zubereiteten Häppchen. Folglich kannst du dich dort für ein selbst gemachtes Abendessen eindecken, aber auch einen Snack für zwischendurch kaufen.

Passeig de Gràcia

 Die Prachtstraße ist ein Paradies für Shopping- und Architekturliebhaber gleichermaßen. Hier haben sich große Modemarken niedergelassen, oftmals in eindrucksvollen Gebäuden. Ein Spaziergang entlang der etwa 1,5 Kilometer langen Straße lohnt sich schon allein, um die Details an den Gebäuden und die künstlerisch gestalteten Laternen und Bänke von Nahem zu betrachten.

Parc de la Ciutadella

 Die große Parkanlage ist perfekt, um der Großstadthektik zu entfliehen. Auf einem See kannst du Ruderboot fahren oder du verweilst einfach auf einer der Rasenflächen. Der Park war Teil des Geländes der Weltausstellung 1888 und bei einem Spaziergang entlang der Wege entdeckst du einige Überbleibsel, wie zum Beispiel Skulpturen und Gebäude. Auch hier hat ein berühmter Bürger Barcelonas seine Spuren hinterlassen, denn der Springbrunnen Font de la Cascada wurde von dem Architekten Josep Fontserè und seinem Studenten, einem jungen Antoni Gaudí, gestaltet.

Parc de Ciutadela Barcelona


Arc de Triomf

 Der aus roten Ziegelsteinen bestehende Triumpfbogen war das Eingangstor zur Weltausstellung 1888. Er ist etwa 30 Meter hoch und mit mehreren Bildhauerarbeiten verziert. Die Promenade vom Bauwerk zum Park de la Ciutadella eignet sich für einen schönen Spaziergang.

Arc de Triomf in Barcelona


Barcelonas Strände

Barcelona ist eine Stadt am Meer und hat mehrere künstlich angelegte Sandstrände zu bieten. Sie sind mit Duschen und Sanitäranlagen ausgestattet, in Strandbars und -cafés kannst du dich erfrischen. Besonders beliebt sind der Platja de la Barceloneta und der Platja de Sant Sebastià. Beide sind vom Zentrum aus gut zu erreichen und du kannst hier aufs weite Meer hinaus blicken. Ein modernes Wahrzeichen dieser Gegend ist das riesige, luxuriöse W Hotel, das wie ein Segel aussieht.

Strände in Barcelona


Der Berg Montjuïc

 Der Montjuïc scheint zwei Gesichter zu haben: Einerseits beherbergt er mehrere beliebte Sehenswürdigkeiten, andererseits kannst du dort wunderbar wandern und die Natur genießen. Bei einem Spaziergang entdeckst du tolle Orte, wie zum Beispiel hübsche Gärten, Brunnen, Skulpturen, ein Amphitheater und mehrere Aussichtspunkte, wie den Mirador de l’Alcalde, der vor allem bei Sonnenuntergang einen tollen Blick auf die Stadt erlaubt.

Weitere Sehenswürdigkeiten an und auf dem Berg sind das Castell, die Fundació Joan Miró, das Poble Espanyol, das Olympiagelände, das MNAC, der Font Màgica oder der Botanische Garten. Außer der Seilbahn fährt auch eine Standseilbahn nach oben, die Montjuïc funicular von der Metrostation Parallel.

Olympiapark

 Barcelona war der Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 1992. Du kannst auf dem weitläufigen Gelände, das zu diesem Zweck umgebaut wurde, wunderbar spazieren und dem Trubel des Stadtzentrums entfliehen. Dabei siehst du das riesige Olympiastadion, einen Telekommunikationsturm und die Mehrzweckhalle Palau Sant Jordi. Auch ein Museum widmet sich dem Sportereignis.

Bunkers del Carmel

 Die ehemalige Anlage zur Luftabwehr auf dem Berg Turó de la Rovira ist ein beliebtes Ausflugsziel, aber noch nicht ganz so touristisch erschlossen wie andere Anhöhen in der Stadt, denn es gibt noch keine Souvenirshops oder Imbisse. Dafür hat man einen atemberaubenden Panoramablick. Um dorthin zu gelangen, musst du einen kleinen Fußmarsch bergauf in Kauf nehmen, denn Metro und Bus bringen dich nicht direkt bis zur Aussichtsplattform.

Stadtrundfahrten und Stadtführungen

Du möchtest Barcelonas Sehenswürdigkeiten nicht nur auf eigene Faust erkunden? In diesem Fall eignen sich mehrere Stadtrundfahrten und Stadtführungen für dich. Die besten Angebote stellen wir in diesem Abschnitt vor.

Stadtrundfahrten (Hop-on-Hop-off)

Barcelona Bus Turistic - Hop on Hop off

Barcelona Bus Turistíc: Mit den Hop-on-Hop-off-Bussen kannst du die meisten Barcelona Sehenswürdigkeiten abfahren.

Ein Hop On-/Hop Off-Bus ist eine komfortable Möglichkeit, die Stadt kennenzulernen, weil er dich direkt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten bringt. Barcelona hat ein offizielles Angebot, den Bus Turistíc. Die Doppeldeckerbusse fahren auf drei verschiedenen Routen, die jeweils etwa zwei Stunden brauchen, eine sogar nur 40 Minuten, um die Haltestellen abzufahren. Je nach Saison kommt ein Bus alle fünf bis 25 Minuten, an einigen Haltestellen kannst du in eine andere Linie umsteigen.

Die obere Etage der Busse ist nicht überdacht, sodass du dort Sonne tanken und bequem Fotos machen kannst. Im Ticket inklusive sind ein Audioguide in 16 Sprachen und kostenloses WLAN. Du kannst Fahrkarten für einen oder zwei aufeinanderfolgende Kalendertage kaufen.

Dein Busticket kannst du bereits vor deiner Reise im Internet kaufen.


Stadtführungen

Bei Stadtführungen hast du die Gelegenheit, einige Gegenden von Barcelona intensiv zu entdecken und dabei noch eine Menge über Geschichte und Kultur zu lernen. Viele der Touren picken sich einen bestimmten Aspekt heraus, zum Beispiel kannst du an einem thematischen Rundgang zu den Bauwerken Gaudís teilnehmen, der bei Get Your Guide sehr gut bewertet ist. Oder du lernst einzelne Stadtteile näher kennen, wie das berüchtigte El Raval oder das historische Gotische Viertel.

Wenn du es lieber aktiv magst, kannst du mit dem Segway, dem Elektro-Roller oder dem E-Bike durch Barcelona düsen. Auch kulinarisch gibt es in der Millionenstadt eine Menge zu entdecken, du kannst zum Beispiel Tapas verkosten oder Wein probieren. Falls du etwas Zeit hast, kannst du einen halbtägigen Kochkurs belegen, bei dem du die Zutaten auf einem der berühmten Märkte auswählst.


Öffentlicher Nahverkehr (Hola BCN!)

Der Öffentliche Nahverkehr in Barcelona ist für Auswärtige manchmal kompliziert, denn er wird von mehreren Unternehmen betrieben, also kann es sein, dass du mit einer Fahrkarte nicht zwischen Bus und Metro umsteigen kannst. Es lohnen sich also Tickets, mit denen du alles nutzen kannst. Wenn du viel mit Bus und Metro unterwegs bist, solltest du die Hola BCN! Card in Betracht ziehen, mit der du eine unbegrenzte Anzahl an Fahrten unternehmen kannst. Du hast die Wahl zwischen zwei und fünf Tagen.

Sehenswürdigkeiten außerhalb Barcelonas

Auch im Umland Barcelonas findest du einige Sehenswürdigkeiten, die bei Reisenden beliebt sind. Wenn du mehr als nur drei oder vier Tage in der Stadt verbringst, lohnt es sich, Barcelona für einige Stunden zu verlassen und andere Attraktionen zu erkunden. Die wichtigsten findest du in diesem Abschnitt.

Montserrat

Kloster Montserrat bei Barcelona

Das Kloster Montserrat in der Nähe Barcelonas ist ein beliebtes Tagesziel für Touristen.

Die Bergkette Montserrat liegt etwa 50 Kilometer von Barcelona entfernt und zieht vor allem wegen des Klosters Santa Maria de Montserrat viele Katalanen und Touristen an, denn die Pilgerstätte ist Heimat der berühmten Schwarzen Madonna.

Du kannst nach der Klosterbesichtigung bei einer kleinen Wanderung die Berglandschaft erkunden. Auch ein Museum mit Werken von Dalí, El Greco und Miró lädt zu einem Besuch ein.

Montserrat lässt sich bequem mit dem Auto, Bus oder Zug erreichen. Auf dem Weg nach oben zum Berg bieten eine Seilbahn und eine Zahnradbahn einen unvergleichlichen Ausblick.

Anbieter wie GetYourGuide haben Touren nach Montserrat ab Barcelona im Programm, entweder als Ausflug mit Transport oder als Kombiticket mit Fahrkarte und Tickets für die Sehenswürdigkeiten.


Mittelalterliche Dörfer

Katalonien ist eine der schönsten Gegenden Spaniens, schon allein wegen der vielen kleinen Dörfer, die ihren ganz eigenen Charme versprühen. Die mittelalterlichen Ortschaften im Hinterland der Costa Brava und Costa Daurada sind gut erhalten und versprechen eine Reise in die Geschichte Kataloniens. Zwei gut bewertete Ganztagestouren gibt es bei GetYourGuide. Alternativ kannst du mit einem Mietwagen selbständig anreisen und mehrere dieser Dörfer besuchen. Zu ihnen gehören beispielsweise Peralada, Pals und Peratallada.

Abschließend möchten wir auf die Barcelona Citypässe hinweisen. Mit diesen erhältst du freien Eintritt in viele wichtige Sehenswürdigkeiten in Lissabon sowie oftmals Rabatte für Attraktionen, Touren und Restaurants. Einen Barcelona Citypass-Vergleich findest du hier.