Lissabon Sehenswürdigkeiten

Lissabon erlebt seit einiger Zeit einen touristischen Aufschwung, der es in sich hat. Die portugiesische Hauptstadt zieht jedes Jahr mehr Touristen an, obwohl es in Lissabon keine berühmten Sehenswürdigkeiten gibt, von denen jeder schon einmal gehört hat. Dennoch muss die Stadt am Tejo sich nicht verstecken, denn sie hat einige Attraktionen und Erlebnisse zu bieten.

Auf dieser Seite stellen wir die wichtigsten Lissabon Sehenswürdigkeiten vor. Angefangen mit den drei Attraktionen, die beinahe jeder Tourist aufsucht. Anschließend empfehlen wir die schönsten Erlebnisse – viele davon eignen sich für Familien mit Kindern –, wichtige Museen und andere kulturelle Einrichtungen, aber auch all die kostenfreien Sehenswürdigkeiten, die Lissabon ausmachen. Dazu gehören einfache, aber wunderschöne, Dinge wie tolle Aussichtspunkte und die schönsten Viertel in der Altstadt.

Auch die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten im Umland Lissabons stellen wir vor. Wir zeigen dir, welche Ausflüge du in Betracht ziehen solltest, wenn du mehr als nur zwei oder drei Tage in Lissabon verbringst, und wie du dorthin gelangst.

Die Lissabon Sehenswürdigkeiten im Überblick

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Top 3 Sehenswürdigkeiten in Lissabon

In Lissabon gibt es nur wenige klassische Sehenswürdigkeiten, die von beinahe allen Touristen aufgesucht werden. Die drei wichtigsten Attraktionen stellen wir in diesem Abschnitt vor.

Castelo de São Jorge

Sehenswürdigkeit: Castelo de São Jorge in Lissabon

Das Castelo de São Jorge thront über Lissabon.

Das Castelo de São Jorge ist eine der wichtigsten Attraktionen Lissabons. Sie ist nicht zu übersehen, denn die historische Festungsanlage thront auf einem Hügel über der Stadt. Zu dem etwa 6.000 Quadratmeter großen Gelände gehören ein Burggraben und mehrere Wachtürme sowie kleine Gärten und atemberaubende Aussichtspunkte. Von diesen hast du einen tollen Blick auf die Stadt und den Tejo.

In einem der Türme zeigt eine Camera Obscura ein 360 Grad Live-Bild von Lissabon. Im Inneren des Schlosses befindet sich eine Dauerausstellung, in der du über die Geschichte Lissabons lernst und archäologische Fundstücke besichtigen kannst. Jeden Tag werden zwei öffentliche Führungen angeboten, die etwa 90 Minuten andauern. Du kannst dich aber auch ohne Reiseleiter frei im Castelo bewegen.

Die Burganlage liegt in Alfama, einem schönen Altstadtviertel. Schon der Fußweg zum Castelo ist bezaubernd. Bei heißen Temperaturen kann er allerdings auch erschöpfend sein, da es stetig bergauf geht. Du musst jedoch nicht laufen, sondern kannst einen großen Teil der Strecke mit der historischen Straßenbahn 28E zurücklegen.

Das Schloss ist von Montag bis Sonntag geöffnet, allerdings musst du am Einlass mit langen Wartezeiten rechnen, da das Castelo eine der meist besuchten Sehenswürdigkeiten Lissabons ist. Die besten Chancen auf einen schnellen Einlass hast du morgens gegen 9 Uhr, wenn die Anlage aufgeschlossen wird.

An Online-Tickets ohne Wartezeiten gelangst du nur über Umwege. Zum Beispiel, indem du an einer Get-Your-Guide-Tour teilnimmst. Bei dieser handelt es sich allerdings nur um eine 15-minütige Einweisung außerhalb der Festungsmauern. Dafür erhältst du anschließend gleich deine Eintrittskarte. Alternativ kannst du ein Ticket über Tripadvisor buchen, das etwas teurer ist als ein reguläres Ticket. Du musst es vor deinem Besuch in der City abholen, umgehst damit aber die Warteschlange vor dem Castelo de São Jorge.

Torre de Belém

Torre de Belém in Lissabon

Torre de Belém: das bekannteste Wahrzeichen Lissabons.

Der Turm von Belém ist ein unverkennbares Wahrzeichen Lissabons. Im Jahr 1521 wurde der Bau des Torres vollendet. Einst diente er als Leucht- und Wachturm und stand für die damalige Stärke des portugiesischen Handelsimperiums. Er begrüßte ankommende Schiffe und bis heute ist es eine der ersten Bauten, die Passagiere vom Wasser aus sehen, wenn sie in Lissabon einlaufen. Er steht auf einer kleinen felsigen Insel im Tejo, ist aber per Fußgängerbrücke mit dem Festland verbunden.

Der Torre de Belém ist eine der ältesten Bauten der Stadt, weil er das große Erdbeben von 1755 weitgehend schadlos überstanden hat. Ein zweiter Turm, der ursprünglich auf der anderen Seite des Tejos stand, überlebte das Erdbeben nicht. Heute ist der Torre ein Teil des UNESCO Weltkulturerbes. Im Inneren befinden sich der Königssaal, das Gouverneurszimmer, ein Audienzzimmer und eine kleine Kapelle. Die oberste Etage dient als Aussichtsplattform für einen Blick auf den Tejo und den Stadtteil Belém.

Belém liegt ein gutes Stück außerhalb des Stadtzentrums. Du erreichst den Turm mit der Metro (Belém Station) sowie mit Tram oder Bus. Die Anreise lohnt sich gleich mehrfach, weil sich ganz in der Nähe das berühmte Hiernonymitenkloster sowie das Denkmal Padrão dos Descobrimentos befinden.

Achtung: Montags bleiben der Turm und das Kloster geschlossen. Tickets gibt es leider nicht im Internet. Das heißt, du musst deine Eintrittskarte im Torre de Belém kaufen und in der Hochsaison mit Wartezeiten rechnen. Mit der Lisboa Card ist der Eintritt kostenfrei.

Mosteiro dos Jerónimos (Hieronymitenkloster)

Hieronymitenkloster (Mosteiro dos Jerónimos) in Lissabon

Das Hiernonymitenkloster im Stadtteil Belém.

Das Mosteiro dos Jerónimos zählt zu den bedeutendsten Bauwerken der Stadt Lissabon. Das 300 Meter lange Kloster mit seiner hübsch verzierten Fassade beherbergte bis 1834 die Hieronymiten, eine römisch-katholische Ordensgemeinschaft. Heute ist es, wie auch der Torre de Belém, ein Teil des UNESCO Weltkulturerbes.

Im Inneren des Klosters befinden sich mehrere Gräber der portugiesischen Königsfamilie sowie des Entdeckers Vasco da Gama und des Schriftstellers Fernando Pessoa. An das Kloster angeschlossen ist die Kirche Santa Maria, deren Eintritt frei ist. In den Seitenflügeln des Mosteiros befinden sich das Marine- und das Archäologiemuseum.

Das Hiernonymitenkloster befindet sich im Stadtteil Belém, einige Kilometer außerhalb des Stadtzentrums. Es ist mit Metro, Tram oder Bus allerdings leicht zu erreichen. In Laufdistanz liegen der Torre de Belém und das Denkmal Padrão dos Descobrimentos.

Neuerdings gibt es Online-Tickets mit bevorzugtem Einlass. Für diese zahlst du zwar etwas mehr, sparst aber viel Zeit. Alternativ kannst du deine Eintrittskarte vor Ort am Kloster kaufen, allerdings musst du mit Wartezeiten rechnen. Je früher am Morgen du dort aufschlägst, desto kürzer wird die Schlange sein. Bei besonders langen Wartezeiten kannst du zum angrenzenden Archäologiemuseum gehen – wo weit weniger Touristen anstehen – und ein Kombiticket für Museum und Kloster kaufen. Dieses ist kaum teurer als die Eintrittskarte für das Kloster. Mit der Lisboa Card ist der Eintritt frei.

Achtung: Montags bleibt das Hiernonymitenkloster geschlossen.

Schöne Erlebnisse in Lissabon

Neben den klassischen Sehenswürdigkeiten gibt es eine Reihe von Attraktionen, die eher in die Kategorie „Erlebnisse“ fallen, weil es nicht nur darum geht, ein besonders schönes Bauwerk von außen und innen zu besichtigen. Die in diesem Abschnitt aufgezeigten Sehenswürdigkeiten werden dir vermutlich als schönes Erlebnis in Erinnerung bleiben.

Besuch im Oceanário de Lisboa

Im Oceanário befindet sich das größte Indoor-Aquarium Europas. Es liegt im Park der Nationen auf dem ehemaligen Gelände der Expo 98. Mehr als 8.000 Meeresbewohner schwimmen hier in etwa 5 Millionen Liter Meerwasser. Das Hauptaquarium beherbergt unter anderem Haie, Rochen, Thunfische, Sardinen und Mondfische. Zudem gibt es mehrere kleine Aquarien mit weiteren Lebewesen aus der Unterwasserwelt.

Mehr als 1 Million Menschen besuchen jedes Jahr das Ozeaneum und besichtigen nicht nur die Tiere, sondern gewinnen einen Eindruck davon, wie die Weltmeere funktionieren und mit welchen Umweltbelastungen sie konfrontiert werden.

Zum Expo-Gelände kommst du mit der Metro sowie mit den lokalen CP-Zügen (Oriente Station). Mit einem Online-Ticket kannst du an den teilweise langen Warteschlangen vorbeigehen. Auf der offiziellen Website erhältst du 10% Preisnachlass. Mit der Lisboa Card sparst du 15% auf den Eintrittspreis an der Kasse, musst dich allerdings in die Schlange stellen, um ein Ticket zu kaufen.

Führung im Estádio da Luz (Benfica Lissabon)

Das mehr als 65.000 Zuschauer fassende Estádio da Luz gehört dem Verein Benfica Lissabon. Hier fanden sowohl das Endspiel der Europameisterschaft 2004 als auch das Champions-League-Finale 2014 statt. Es liegt im Norden der Stadt, gut zu erreichen mit der blauen Metrolinie (bis Station Colégio Militar/Luz).

Im Rahmen einer Stadion-Tour gelangst du in den VIP-Bereich, den Spielertunnel, in den Innenraum des Stadions sowie in die Umkleidekabinen. Mit einer App auf dem Smartphone führst du die Tour selbständig durch. Sie dauert etwa eine Stunde. Anschließend kannst du das angeschlossene Benfica-Museum besuchen.

Stadion und Museum sind für Touren grundsätzlich jeden Tag geöffnet. An nationalen und insbesondere internationalen Spieltagen gibt es jedoch Einschränkungen. Bitte vorher auf der offiziellen Website informieren.

Tickets gibt’s im Internet und im Stadion. Mit der Lisboa Card bekommst du 15% Rabatt auf den Eintrittspreis.

Estádio da Luz - Benfica Lissabon

Erlebnis am 7. Brückenpfeiler (Ponte 25 de Abril)

Die Ponte 25 de Abril ist eine mehr als drei Kilometer lange Brücke über den Tejo, die in Lissabon kaum zu übersehen ist. In ihrem Aussehen erinnert sie an die berühmte Golden Gate Bridge in San Francisco. Sie verbindet Lissabon mit der Stadt Almada auf der anderen Seite des Flusses. Über die Brücke fahren sowohl Autos als auch Züge, für Fußgänger ist sie allerdings nicht zugänglich.

Mit der Experiência Pilar 7 kannst du der Ponte 25 de Abril dennoch ganz nah kommen. Denn im siebten Brückenpfeiler gibt es eine interaktive Ausstellung. Mit einem Lift fährst du etwa 80 Meter hinauf. Im Inneren des Pfeilers erfährst du, wie die Brücke entstanden ist. Mit einer Virtual-Reality-Brille gelangst du (für einen kleinen Aufpreis) sogar zu Teilen der Brücke, die nicht begehbar sind. Über raffiniert angebrachte Spiegel kannst du zudem bis tief ins Innere des Brückenpfeilers schauen. Neben der Ausstellung dient diese Tour auch als hervorragender Aussichtspunkt über dem Tejo.

Der Brückenpfeiler ist täglich geöffnet. Du erreichst ihn in wenigen Minuten mit der Tram oder einem Bus von der Innenstadt aus. Tickets für das Erlebnis gibt es im Internet. Mit der Lisboa Card erhältst du freien Eintritt.

Besuch im Jardim Zoológico (Lissabon Zoo)

Mehr als 2.000 Tiere leben im Jardim Zoológico, dem größten Zoo Portugals, der bereits über 125 Jahre alt ist. Ein besonderes Erlebnis ist die Fahrt mit der Seilbahn, die über den Gehegen des Zoos entlang führt. Die 20-minütige Fahrt in den offenen Stehkabinen ist im Eintrittspreis inbegriffen.

Darüber hinaus gibt es in dem Zoo mehrere Events wie die Pelikan-Fütterung und die besonders beliebte Delfin-Show. Die Vorführungen vor einer Fischerdorf-Kulisse finden zwei- bis dreimal am Tag statt.

Der Zoo liegt ein Stück vom Zentrum entfernt, aber dennoch mitten in Lissabon. Mit der blauen Metrolinie fährst du bis zur Haltestelle Jardim Zoológico. Tickets gibt es vor Ort an der Tageskasse. Mit der Eintrittskarte kannst du übrigens den Zoo vorübergehend verlassen – zum Beispiel, um Essen zu gehen – und anschließend am gleichen Tag wieder eintreten. Mit der Lisboa Card erhältst du 15% Preisnachlass.

Sehenswürdigkeit: Zoo Lissabon

Fado Live Show

Fado ist ein besonderer portugiesischer Musikstil, der es auf die Liste des immateriellen Weltkulturerbes der UNESCO geschafft hat. Die Musik handelt oftmals von unerfüllter Liebe, vergangenen Zeiten und Sehnsüchten.

Fado hat seine Wurzeln in den ärmsten Vierteln Lissabons. Heute sind die Konzerte eine beliebte Touristen-Attraktion. In der Stadt gibt es eine große Anzahl an Fado-Lokalen, in denen du der Musik lauschen und dabei ein Abendessen oder ein Getränk genießen kannst. Es lohnt sich allerdings, vorab im Internet einige Rezensionen zu lesen, da die Shows von unterschiedlicher Qualität sind.

Eine der bei Tripadvisor am besten bewerteten Shows ist „Fado in Chiado“. Die 50-minütige Show wird jeden Abend (außer sonntags) um 19 Uhr aufgeführt. Tickets gibt es z. B. bei Get Your Guide.

Fahrt mit Eléctrico 28 und Standseilbahnen

Die Eléctrico 28 ist nur eine Straßenbahn, aber trotzdem eine bekannte Sehenswürdigkeit in Lissabon. Es handelt sich dabei um Fahrzeuge aus den 1930er Jahren, die zwar modernisiert wurden, aber immer noch den alten Charme versprühen. Die modernen Trams kommen mit den steilen Straßen und engen Kurven auf manchen Strecken nicht zurecht, sodass das Verkehrsunternehmen weiterhin auf die alten Fahrzeuge zurückgreift.

Die Linie 28E (oder Eléctrico 28) fährt vom Praça Martim Moniz am Fuße des Castelo de São Jorge in Alfama bis zur Station Prazeres, beim bekannten gleichnamigen Friedhof. Die Strecke führt an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei, sodass manche Touristen eine Fahrt mit der Tram als Stadtrundfahrt empfinden.

Fahrkarten gibt es in der Tram, dort kostet eine Einzelfahrt allerdings 3 Euro. Wesentlich günstiger wird es, wenn du in einer Metrostation eine sogenannte Viva Viagem Card kaufst und diese mit einem Guthaben auflädst, das für den gesamten Nahverkehr in Lissabon gilt. Mit dieser Karte kostet eine Fahrt in der Eléctrico 28 nur 1,35 Euro.

Neben der berühmten Straßenbahn gibt es in Lissabon drei Standseilbahnen (portugiesisch: Ascensores de Lisboa), die nicht minder bekannt sind. Sie fahren ausschließlich in der Innenstadt und verbinden tiefer gelegene Teile der Stadt mir höher gelegenen. Die drei Standseilbahnen heißen Ascensor do Lavra, Ascensor da Glória und Ascensor da Bica und stammen alle aus dem 19. Jahrhundert.

Kaufst du deine Fahrkarte in der Bahn, kostet sie 3,80 Euro (gilt für zwei Fahrten). Billiger wird es abermals mit der Viva Viagem Card. Eine Fahrt kostet so nur 1,35 Euro.

Eléctrico 28

Sehenswürdigkeit: Eléctrico 28 in Lissabon

Standseilbahn

Ausblick vom Elevador de Santa Justa

Der Elevador de Santa Justa ist ein historischer Aufzug, der im Zentrum Lissabons steht und den Stadtteil Baixa mit dem höher gelegenen Viertel Chiado verbindet. Steigt man oben aus, steht man direkt vor dem Convento do Carmo, einer weiteren Attraktion Lissabons. Der 45 Meter hohe Aufzug wurde im Jahr 1902 gebaut.

Der Aufzug ist funktionstüchtig und wird gern von Touristen genutzt. Eine Fahrt ist jedoch ziemlich teuer. Ein Ticket (für zwei Fahrten) kostet 5,30 Euro, wenn du die Fahrkarte vor Ort kaufst. Billiger wird es mit der Viva Viagem Card. Mit dieser kostet eine Fahrt in dem Elevador nur 1,35 Euro. Ein weiterer Haken an diesem Erlebnis ist, dass sich oftmals lange Warteschlangen vor dem Aufzug bilden.

Das eigentliche Highlight ist ohnehin nicht die Fahrt, sondern der Ausblick von oben. Auf die Plattform gelangst du auch zu Fuß. Gehe einfach am Convento do Carmo vorbei, um sie zu betreten. Von dort genießt du eine wundervolle Sicht auf die Stadt und auf das Castelo de São Jorge. Der Blick wird lediglich durch die Gitter der Stahlkonstruktion leicht getrübt. Eine unverstellte Sicht erhältst du eine Etage höher. Eine Wendeltreppe führt (gegen einen kleinen Aufpreis) auf das Dach der Konstruktion.

Sehenswürdigkeit: Elevador de Santa Justa

Kostenfreie Sehenswürdigkeiten in Lissabon

Nicht für jede Sehenswürdigkeit musst du einen Eintrittspreis bezahlen. Viele Attraktionen sind frei zugänglich. Die kostenfreien Must-See-Attraktionen stellen wir in diesem Abschnitt vor.

Die besten Aussichtspunkte Lissabons

In Lissabon mangelt es nicht an tollen Aussichtspunkten, denn die Stadt wurde auf sieben Hügeln erbaut. Die Nähe zum Fluss Tejo trägt ebenfalls zu schönen Perspektiven bei. Zudem ist die Küste derart gewölbt, dass man von einigen Aussichtspunkten Lissabons den Sonnenaufgang und von anderen den Sonnenuntergang über dem Tejo beobachten kann.

Ein paar schöne Aussichtspunkte wurden hier bereits erwähnt, da sie mit Sehenswürdigkeiten verknüpft sind, zum Beispiel die Plattform auf dem Elevador de Santa Justa, das Castelo de São Jorge und das Dach des Turms von Belém. Die folgenden Aussichtspunkte (portugiesisch: Miradouros) sind kostenfrei und für jeden zugänglich. Fast alle befinden sich im Stadtteil Alfama, da sich das Altstadtviertel besonders gut für einen Ausblick über Lissabon eignet.

Aussichtspunkte für den Sonnenuntergang

  • Miradouro da Nossa Senhora do Monte
  • Miradouro da Graça
  • Miradouro de Santa Catarina

Die Miradouros Nossa Senhora do Monte und da Graça liegen nicht weit voneinander entfernt. Vom flachen Zentrum (Stadtteil Baixa) ist es ein etwa 15-minütiger Aufstieg. Schon auf dem Weg nach oben ergeben sich mehrfach schöne Perspektiven. Oben angekommen, wirst du feststellen, dass mit dir auch noch viele andere Touristen den Sonnenuntergang beobachten möchten. Aber der Trubel wird durch einen Blick auf das Castelo de São Jorge, die Statue Cristo Rei sowie die Ponte 25 de Abril entschädigt, hinter der die Sonne untergeht.

Miradouro da Nossa Senhora do Monte

Miradouro da Nossa Senhora do Monte

Miradouro de Santa Catarina liegt im Viertel Bairro Alto und ist die erste Anlaufstelle, wenn du dich im westlichen Teil der Innenstadt aufhältst. Der Blick ist zwar nicht so schön wie bei den anderen beiden Miradouros, da man nicht auf die Stadt blickt, aber den Sonnenuntergang hinter der Brücke sieht man auch von hier.

Aussichtspunkte für den Sonnenaufgang

  • Miradouro das Portas do Sol
  • Miradouro do Recolhimento
  • Miradouro de Santa Luzia

Diese drei Miradouros eignen sich bestens, um den Sonnenaufgang über dem Tejo zu sehen. Portas do Sol und Santa Luzia liegen dicht am Fluss. Bei schönem Wetter werden Frühaufsteher ein schönes Schauspiel erleben. Hängt am Morgen jedoch ein dichter Nebel über Alfama, wirst du nichts sehen.

Miradouro do Recolhimento liegt etwas tiefer in Alfama, versteckt in einer Seitengasse beim Castelo de São Jorge. Hier genießt du am ehesten etwas Ruhe vor dem Touristentrubel rund um die Festungsanlage, weil der hinter einem Spielplatz gelegene Aussichtspunkt nicht auf den üblichen Trampelpfaden liegt.

Lissabon: Miradouro do Recolhimento

Miradouro do Recolhimento

Natürlich eignen sich alle Aussichtspunkte auch zu jeder anderen Tageszeit, nicht nur, wenn die Sonne auf- oder untergeht. Ein schöner Blick über Lissabon ist immer einen kleinen Aufstieg wert und eine kostenfreie Sehenswürdigkeit.

Die beliebtesten Viertel Lissabons

Die bezaubernden Stadtviertel in Lissabons Zentrum sind für sich genommen schon eine Sehenswürdigkeit. Die meisten touristisch relevanten Stadtteile liegen dicht beieinander, sodass man zu Fuß oder mit der Tram von einem Viertel zum nächsten übergehen kann.

Alfama – die Altstadt

Alfama in Lissabon

Blick auf die Altstadt Alfama

Alfama ist einer der wenigen Stadtteile, die das große Erdbeben von 1755 überstanden haben. Entsprechend alt sind die Häuser und eng und verwinkelt sind die Gassen in diesem Viertel. Durch Alfama fährt die Eléctrico 28, hier befindet sich das Castelo de São Jorge und die Kathedrale Sé Patriarcal. Auch die schönsten Aussichtspunkte befinden sich in Alfama. Da das Viertel auf einem Hügel liegt, muss man hier gut zu Fuß sein, sofern man nicht den öffentlichen Nahverkehr nutzt.

Bairro Alto – das Ausgehviertel

Bairro Alto in Lissabon

Die Standseilbahnen im Stadtteil Bairro Alto.

Auch Bairro Alto liegt auf einem Hügel, sodass man viel bergauf und bergab läuft. Tagsüber erscheint Bairro Alto als ruhige Altstadt, in der man durch gediegene Gassen schlendern kann. Auch schöne Boutique-Hotels findet man hier, sonst ist am Tage nicht viel los. Das ändert sich am Abend, wenn die Restaurants und Bars und viele kleine Geschäfte öffnen. Dann findet hier der größte Trubel statt. Deshalb lohnt es sich am meisten, am Abend durch Bairro Alto zu schlendern.

Baixa und Chiado – das touristische Zentrum

Baixa in Lissabon

Blick vom Elevador de Santa Justa auf die Innenstadt.

Baixa und Chiado liegen zwischen Alfama und Bairro Alto und sind weitgehend flach. Die beiden Viertel werden durch den Elevador de Santa Justa verbunden. Hier befinden sich viele Hotels, große Restaurants, alte Cafés, eine Einkaufsmeile und ausladende Plätze. Das touristische Zentrum mag nicht der schönste Ort Lissabons sein, aber von hier aus kommt man überall gut hin. Hier befindet sich auch der Arco Monumental da Rua Augusta, ein Triumphbogen, der schön anzusehen ist und den man gegen ein Eintrittsgeld auch als Aussichtspunkt nutzen kann.

Time Out Market Lisboa

Timeout Market Lisboa

Der Timeout Market Lisboa in der Markthalle.

Die bekannteste Markthalle Lissabons, Mercado da Ribeira, befindet sich gegenüber des Bahnhofs Cais do Sodré. In einem Teil der Halle gibt es tagsüber Markstände mit frischem Obst und Gemüse, Fleisch, Fisch, Käse und allem, was das Herz begehrt, wenn man seine Speisen selbst zubereiten möchte.

In einem zweiten Teil der Markthalle befindet sich ein moderner Food Court namens Time Out Market Lisboa. Hier kannst du dich ab 10 Uhr vormittags bis tief in die Nacht verköstigen lassen. Mehr als 30 kleine Restaurants bereiten Speisen aus Portugal und aller Welt zu. Man kann hier Vorspeisen, Hauptgerichte, Desserts, Kaffee, Wein und andere Alkoholika von verschiedenen Ständen probieren.

Der Time Out Market ist zu Stoßzeiten ziemlich laut und voll, aber bietet trotzdem ein nettes Ambiente. Die Qualität der Speisen ist hoch, da alles frisch zubereitet wird. Zu Stoßzeiten ist deswegen mit Wartezeiten zu rechnen. Da die meisten Restaurants in Lissabon am Abend erst ab 20 Uhr öffnen, ist der Time Out Market auch für jene eine gute Alternative, die gern früher essen möchten. Selbst wenn man nicht dort speisen möchte, lohnt sich ein kleiner Abstecher in die Markthalle, um das bunte Treiben zu beobachten.

LX Factory

LX Factory - Ler Devagar Buchladen

Der Buchladen Ler Devargar in der LX Factory.

Die LX Factory befindet sich auf einem Fabrikgelände, das Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet worden ist. Damals wurden auf dem Gelände Textilien produziert – heute wird das Areal auf moderne Weise wiederbelebt. Hier findest du zahlreiche Cafés, Restaurants, kleine Geschäfte und Kunstgalerien. Das Lokal Rio Maravilha hat eine hübsche Dachterrasse, von der aus man auf den Tejo und die Ponte 25 de Abril blickt. Zu den Attraktionen der LX Factory zählt auch ein außergewöhnlicher Buchladen („Ler Devagar“), der einen Abstecher wert ist, auch wenn es hier nur wenige englische Bücher und keine deutschen gibt.

Du erreichst die LX Factory am besten mit der Straßenbahn. Das Gelände liegt auf halber Strecke zwischen der Innenstadt und Belém, wo du sicherlich den Torre de Belém und das Hiernonymitenkloster besuchen möchtest. Diese Attraktionen solltest du miteinander verbinden. Der 7. Pfeiler der Ponte 25 de Abril, wo du an der Experiência Pilar 7 teilnehmen kannst, ist nur ein paar Hundert Meter vom Fabrikgelände entfernt.

Cemitério dos Prazeres

Cemitério dos Prazeres in Lissabon

Die kleinen Häuschen auf dem Prazeres-Friedhof.

Falls du ohnehin mit der bereits erwähnten Eléctrico 28 fahren möchtest, solltest du gleich bis zur Endhaltestelle Prazeres sitzenbleiben, denn dort liegt der Cemitério dos Prazeres. Eine ungewöhnliche, aber dennoch schöne Sehenswürdigkeit Lissabons. Anders als auf typischen Friedhöfen, liegen die Gräber nicht unter der Erde. Stattdessen befinden sie sich in kleinen Häuschen, die wie die Häuser einer Stadt angeordnet sind. Entsprechend führen viele „Straßen“ und „Alleen“ durch den Friedhof. Von einer Ecke des Friedhofs aus hast du einen tollen Blick auf die Ponte 25 de Abril.

Nach dem Besuch des Cemitérios lohnt ein kleiner Spaziergang in dem Viertel Estrela, das weit abseits der Touristenmassen liegt. Hier siehst du, wie die Einheimischen in Lissabon tatsächlich leben. Ganz in der Nähe liegt auch der Mercado de Campo de Ourique, in dem du frische Lebensmittel kaufen oder zu Mittag essen kannst.

Museen und andere kulturelle Sehenswürdigkeiten

Du möchtest mehr über die Kultur und Geschichte Lissabons erfahren? In diesem Abschnitt stellen wir die wichtigsten Museen und andere kulturelle Sehenswürdigkeiten vor. Die Eintrittspreise sind moderat.

Catedral Sé Patriarcal

 In Alfama steht Sé Patriarcal, die älteste Kirche Lissabons. Die Kathedrale ist im 12. und 13. Jahrhundert erbaut und nach zahlreichen Erdbeben immer wieder restauriert worden. Deshalb ist sie keinem eindeutigen Baustil mehr zuzuordnen. Der Eintritt ist kostenfrei. Für die Schatzkammer und das Museum, die sich im Inneren von Sé Patriarcal befinden, wird jedoch ein kleiner Eintrittspreis fällig.

Mosteiro de São Vicente de Fora

 Das Kloster São Vicente de Fora mag nicht so beeindruckend sein wie das bekanntere Hieronymitenkloster, dafür ist es in der Hochsaison weniger überlaufen. São Vicente de Fora ist Kloster, Kirche und Museum in einem. Im Inneren befinden sich u. a. die typisch portugiesische Fliesenkunst sowie ein Pantheon. Vom Dach der Klosterkirche hat man einen schönen Blick auf die Stadt.

Archaeological Museum of Carmo

 Dieses archäologische Museum befindet sich in der früheren Klosterkirche Convento do Carmo mitten im Zentrum Lissabons. Die Kirche ist heute bloß eine Ruine, denn das Kirchenschiff hat kein Dach mehr. Das macht sie aber besonders interessant. Ausstellungsstücke gibt es nicht so viele und sie sind kaum beschriftet. 20% Rabatt mit der Lisboa Card.

National Pantheon / Igreja de Sante Engrácia

 Die Kirche Sante Engrácia im Stadtteil Alfama dient heute als Nationales Pantheon. Es ist die letzte Ruhestätte einiger bekannter Portugiesen. Das Bauwerk ist ihnen gewidmet. Die Terrasse eignet sich als hervorragende Aussichtsplattform mit einem Blick auf Lissabon. Freier Eintritt mit der Lisboa Card.

Gulbenkian-Museum

 Das Gulbenkian-Museum besteht aus zwei Teilen: Der Sammlung des Stifters Calouste Gulbenkian, der Kunstobjekte verschiedener Epochen und Regionen zur Verfügung gestellt hat, und der Modernen Sammlung, die über 10.000 Werke zeitgenössischer portugiesischer Kunst umfasst. 20% Rabatt mit Lisboa Card.

Palacio Nacional de Ajuda

 Der Ajuda-Palast diente einst als amtlicher Wohnsitz der königlichen Familie und blieb es auch bis zum Ende der Monarchie im Jahr 1910. Heute ist der Palast ein nationales Denkmal und Museum. Die Ausstellung im Palacio zeigt, wie der König lebte und stellt Skulpturen, Möbelstücke, Gemälde, Schmuck und vieles mehr aus. Freier Eintritt mit der Lisboa Card.

Museu Nacional de Azulejo

 Azulejos sind die für Portugal typischen Keramikfliesen. Das nationale Azulejo-Museum widmet sich dieser Kachelkunst. Die ausgestellten Fliesen stammen überwiegend aus dem 15. bis 19. Jahrhundert aus Klöstern und privaten Häusern des Großbürgertums. Hier werden nicht nur einzelne Kacheln ausgestellt, sondern ganze Kunstwerke. Freier Eintritt mit der Lisboa Card.

Pavilhão do Conhecimento

 Das Pavilhão do Conhecimento ist ein interaktives Museum für Wissenschaft und Technologie. Die Betreiber haben sich vorgenommen, ihre Besucher für Wissenschaft zu interessieren. Das Museum eignet sich besonders gut für Familien mit Kindern. Es liegt auf dem ehemaligen Gelände der Expo 98. 20% Rabatt mit der Lisboa Card.

Museu Nacional de Arte Antiga

 Der Schwerpunkt des Nationalmuseums für alte Kunst sind die Werke portugiesischer Künstler. Das Museum befindet sich in einem früheren Palast. Es gilt als eines der wichtigsten Museen Portugals. Freier Eintritt mit der Lisboa Card.

Berardo Collection Museum

 Die Berardo Collection ist ein Museum für moderne und zeitgenössische Kunst. Es befindet sich im Stadtteil Belém. Die Dauerausstellung umfasst etwa 1.000 Werke des Künstlers José Berardo, darüber hinaus gibt es temporäre Sonderausstellungen. 30% Rabatt mit der Lisboa Card.

Stadtrundfahrten und Stadtführungen

Du möchtest Lissabons Sehenswürdigkeiten nicht nur auf eigene Faust erkunden? In diesem Fall eignen sich mehrere Stadtrundfahrten und Stadtführungen für dich. Die besten Angebote stellen wir in diesem Abschnitt vor.

Stadtrundfahrten (Hop-on-Hop-off)

Hop-on-Hop-off-Busse eignen sich für Touristen mit wenig Zeit und für Menschen, die sich nicht selbst um Fahrkarten und Fahrpläne für den öffentlichen Nahverkehr kümmern wollen. Es ist zudem sehr bequem, sich von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten fahren zu lassen.

Ein Anbieter dieser Rundfahrten ist City Sightseeing Lissabon. Die roten Hop-on-Hop-Off-Busse dieses Unternehmens fahren auf zwei Routen und bedienen insgesamt 42 Haltestellen. An einigen dieser Stopps kann man zwischen den beiden Linien wechseln. Die blaue Linie fährt im Zentrum und östlich des Zentrums bis zum Oceanário auf dem Expo-Gelände. Die rote Linie fährt im Zentrum und westlich der City bis zum Torre de Belém.

Beide Rundfahrten dauern jeweils etwa 90 Minuten, wenn du nicht aussteigst. Die Busse fahren alle 30 Minuten und stellen einen Audioguide in elf Sprachen zur Verfügung. Fahrkarten für beide Routen kannst du im Internet buchen. Nach dem Kauf sind sie drei Monate gültig. Drucke dein Ticket aus und zeige es im Bus vor. Ab Aktivierung gilt ein Ticket 24 Stunden.

Der zweite große Anbieter in Lissabon heißt Yellowbus und fährt mit gelben Bussen durch die Stadt. Doch das Unternehmen stellt nicht nur Busse bereit, sondern auch Hop-on-Hop-off-Straßenbahnen und -Boote. Es gibt drei Bus-Touren, zwei Tram-Touren und eine Boots-Tour. Du kannst sie einzeln oder in verschiedenen Kombinationen kaufen. Eine Übersicht aller angebotenen Rundfahrten findest du hier. An Bord gibt es jeweils einen Audioguide in mehreren Sprachen, darunter Deutsch und Englisch.

Eine Besonderheit der Yellowbus-Tickets ist, dass du mit ihnen auch in jeder Straßenbahn fahren kannst und den Aufzug Santa Justa nutzen darfst. Sogar die Fahrt im Aerobus, der vom Flughafen in die City fährt, ist im Ticket enthalten. Die Fahrkarten für einzelne Routen gelten ab Aktivierung 24 Stunden, die Kombitickets gelten bis zu 72 Stunden. Tickets gibt’s im Internet, an einigen Verkaufsstellen in Lissabon oder im Fahrzeug. Online sind die Fahrkarten ein bisschen günstiger.

Stadtführungen

Bei einem geführten Stadtrundgang lernt man in kurzer Zeit mehr über eine Stadt, als es alleine möglich ist. Zumindest, wenn die Führung gut gemacht ist. In Lissabon gibt es einige Stadtführungen, die von Teilnehmern hundertfach gut bewertet worden sind.

Eine dieser beliebten Touren ist der bei Get Your Guide verfügbare Stadtrundgang Geschichte(n) und Lifestyle. Bei dieser dreistündigen Stadtführung in einer Gruppe lernst du die Stadtteile Alfama, Bairro Alto und Chiado kennen. Außerdem fährst du mit der berühmten Tram Eléctrio 28. Die Tour hat bisher mehr als 2.000 positive Bewertungen erhalten. Die deutschsprachige Führung ist allerdings deutlich teurer als die Führung auf Englisch oder Portugiesisch.

Falls du eine Stadtführung in einer Gruppe vermeiden möchtest, kannst du auch eine private Tour für bis zu sechs Personen buchen. Mit einem deutschsprachigen Guide lohnt sich das preislich schon ab drei bis vier Personen gegenüber einer Gruppenführung. Inhaltlich ist die ebenfalls bei Get Your Guide verfügbare Tour ähnlich. Neben einer Fahrt in der Tram 28E ist auch eine Wein- und Tapas-Probe sowie ein Pastel de Nata im Tourpreis enthalten. Da es sich um eine private Führung handelt, kann der Guide wesentlich besser auf dich und deine Reisebegleitung eingehen.

Eine Alternative zur fußläufigen Erkundung Lissabons ist eine Fahrradtour. Aber Achtung: Da Lissabon eine auf Hügeln erbaute Stadt ist, eignen sich E-Bikes wesentlich besser als Fahrräder. Mit einem elektrisch betriebenen Rad gelangt man auch zu höher gelegenen Sehenswürdigkeiten. Bei Get Your Guide ist eine solche (englischsprachige) Tour verfügbar.

Über solche klassischen Stadtführungen und E-Bike-Ausflüge hinaus, gibt es in Lissabon noch andere Touren, bei denen du die Stadt kennenlernen kannst. Eine beliebte Art der Erkundung ist ein gastronomischer Rundgang. Mit einem Reiseleiter besuchst du mehrere Lokale und probierst jeweils eine kleine Spezialität. Wer stattdessen auf Straßenkunst steht, kann an einer Street Art Tour teilnehmen. Oder wie wäre es mit einer Segway-Tour? Bei einer dieser Segway-Stadtführungen kannst du beispielsweise das Viertel Alfama kennenlernen.

Sehenswürdigkeiten außerhalb Lissabons

Auch im Umland Lissabons findest du einige Sehenswürdigkeiten, die bei Reisenden beliebt sind. Wenn du mehr als nur zwei oder drei Tage in der Stadt verbringst, lohnt es sich, Lissabon für einige Stunden zu verlassen und andere Attraktionen zu erkunden. Die wichtigsten findest du in diesem Abschnitt.

Cristo-Rei-Statue in Almada

Cristo Rei Statue hinter Ponte 25 de Abril

Auf der anderen Seite des Tejo sieht man die Cristo Rei Statue links von der Ponte 25 de Abril.

Diese Attraktion siehst du bereits von Lissabon aus. Am gegenüberliegenden Ufer des Tejo – in der Stadt Almada – steht eine Christusstatue, die nicht zu übersehen ist. Mit ausgebreiteten Armen blickt die Figur der Stadt Lissabon und der Ponte 25 de Abril entgegen. Die 28 Meter hohe Statue steht auf einem 75 Meter hohen Sockel, welcher auf einem mehr als 113 Meter hohen Hügel gebaut ist. Cristo Rei ist damit eines der höchsten Bauwerke Portugals und ein wunderbarer Aussichtspunkt für Besucher, die mit einem Fahrstuhl auf den Sockel hinauffahren können (5 Euro).

Die schönste Anreise nach Almada hast du, wenn du eine Fähre über den Tejo nimmst. Diese Fähren fahren vom Terminal Cais do Sodré. Anschließend bringt dich ein öffentlicher Linienbus bis zur Statue. Die Anreise dauert etwa eine Stunde und kostet dich etwa 5 Euro für beide Richtungen (mit der Viva Viagem Card für den öffentlichen Nahverkehr in Lissabon, die auch für Fähren gilt). Insgesamt solltest du für den Ausflug einen halben Tag einplanen.

Die Paläste von Sintra

Sintra Palast in Portugal

Einer der Paläste in Sintra.

Sintra ist eines der beliebtesten Tagesausflugsziele von Lissabon-Touristen. Die Kleinstadt liegt etwa 25 Kilometer westlich von Lissabon und ist bekannt für ihre hübschen Paläste, die Teil des Weltkulturerbes der UNESCO sind. Die schöne Landschaft der Serra de Sintra und die historischen Gebäude machen Sintra zu einer Top-Attraktion in der Nähe Lissabons.

In Sintra stehen mehr als zehn nationale Monumente, darunter der farbenfrohe Pena-Palast, der Nationalpalast und das Castelo dos Mouros. Doch das ist längst nicht alles. In Sintra warten weitere Paläste und kulturelle Einrichtungen und vor allem eine hübsche Kleinstadt mit Cafés und Restaurants. Viele der kleineren Sehenswürdigkeiten sind bei Touristen weniger bekannt und deshalb nicht so überlaufen.

Bei den Hauptattraktionen musst du in der Hochsaison mit langen Wartezeiten rechnen. Es kann sich lohnen vorab im Internet ein Ticket zu reservieren, um Warteschlangen zu umgehen. Doch selbst dann musst du mit Wartezeiten rechnen (siehe Kundenrezensionen). Mit der Lisboa Card gibt’s in Sintra zwischen 10% und 30% Rabatt auf einige der Sehenswürdigkeiten.

Auf eigene Faust gelangst du nach Sintra am besten mit dem Zug. Die lokalen CP-Züge starten am Bahnhof Rossio (ebenfalls eine Lissabon-Sehenswürdigkeit) und fahren etwa eine halbe Stunde bis Sintra. Hin- und Rückfahrt kosten zusammen lediglich 4,50 Euro mit der Viva Viagem Card. Die Fahrt ist allerdings kostenfrei in der Lisboa Card enthalten. Zugtickets können nicht vorab reserviert werden, das ist aber auch nicht nötig. In Sintra angekommen, nimmst du den Bus Linie 434, der dich in die historische Stadt und zum Pena-Palast bringt. Zum Zugfahrplan nach Sintra.

Eine Alternative zur selbständigen Anreise ist ein organisierter Tagesausflug von Lissabon nach Sintra. Mehrere Reiseunternehmen haben sich auf diese Touren spezialisiert und bieten sie u. a. mit deutschsprachiger Führung an. Es gibt verschiedene Angebote: Einige Firmen bieten Halbtagestouren an, andere einen Ganztagesausflug und manche verbinden eine Fahrt nach Sintra mit einem Ausflug in andere Orte (vor allem Cascais).

Die Strände von Cascais

Ein weiteres Ziel für einen Tagesausflug von Lissabon ist das Fischerdorf Cascais. König Luís I. nutzte Cascais seinerzeit als seinen Sommersitz, sodass es in dem Küstenort heute einige historische Gebäude zu besichtigen gibt. Nicht zuletzt bietet Cascais die schönsten Strände der Region um Lissabon.

Auch nach Cascais gelangst du am besten mit dem Zug. Der regionale CP-Zug fährt vom Bahnhof Cais do Sodré. Die Fahrt nach Cascais dauert etwa 30 Minuten und kostet hin und zurück nur 4,50 Euro mit der Viva Viagem Card. In der Lisboa Card ist die Zugfahrt kostenfrei enthalten. Zugtickets können nicht vorab reserviert werden, das ist aber auch nicht notwendig. Zum Zugfahrplan nach Cascais.

Falls dir ein kleiner Abstecher nach Cascais genügt, kannst du den Ort im Rahmen einer organisierten Tagestour besuchen. Allerdings beschränken sich diese Tagesausflüge nicht auf Cascais, sondern werden in der Regel mit Sintra kombiniert.

Abschließend möchten wir auf die Lisboa Card hinweisen. Mit diesem Lissabon Citypass erhältst du freien Eintritt in 28 Sehenswürdigkeiten und Rabatte für 80+ Angebote in Lissabon. Für wen die Lisboa Card sich lohnt, liest du hier.