London Sehenswürdigkeiten

London und seine Sehenswürdigkeiten

Wenn du London besuchst, wirst du dich vielleicht über die etwas angestaubte Traditionspflege oder die teils kitschige Verehrung der Königsfamilie amüsieren. Aber du wirst dich nicht dem Gefühl entziehen können, dass diese Stadt eines der großen Machtzentren der Welt ist. Über Jahrhunderte beeinflussten die Entscheidungen, die in London getroffen wurden, auch die Entwicklung ferner Länder.

Heute ist die Millionenstadt eine der meist besuchten Metropolen weltweit. Das Stadtbild ist geprägt von einer faszinierenden Vielseitigkeit: Zwischen den historischen Gebäuden funkeln die Glasfassaden moderner Wolkenkratzer, die unmissverständlich klarmachen, dass sich die Uhren in London stets weiterdrehen. Ob du Geschichtsfan bist oder dich für moderne Architektur interessierst: Du wirst in London viele Sehenswürdigkeiten finden, die dich in den Bann ziehen.

Auf dieser Seite stellen wir dir einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Londons vor, beginnend mit den fünf Top-Attraktionen. Anschließend betrachten wir weitere Anziehungspunkte, darunter welche, für die du keinen Eintritt zahlen musst. Ob mit oder ohne Kinder erhältst du im Unterpunkt „Erlebnisse für die ganze Familie“ einige Anregungen für unterhaltsame Aktivitäten. Zum Schluss schlagen wir ein paar Orte vor, die du bei Tagesausflügen besuchen kannst.

Die London Sehenswürdigkeiten im Überblick

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Top 5 Sehenswürdigkeiten in London

Es gibt einige Gebäude, die jedes Jahr millionenfach fotografiert werden, weil sie zu den Top-Sehenswürdigkeiten Londons gehören. Fünf davon stellen wir in diesem Abschnitt vor.

Houses of Parliament mit Big Ben

London Sehenswürdigkeit: Houses of Parliament und Big Ben

Die Houses of Parliament und Big Ben sind das Wahrzeichen Londons und damit eine wichtige Sehenswürdigkeit.

Er ist das Wahrzeichen Londons: Der Uhrturm am Ufer der Themse, oft einfach Big Ben genannt. Eigentlich bezeichnet „Big Ben“ die schwerste der fünf Glocken darin. Der Turm selbst wurde 2012 nach Königin Elizabeth II in „Elizabeth Tower“ umbenannt. Er ist Teil des im neugotischen Stil gebauten Gebäudekomplexes „Houses of Parliament“, in dem das britische Parlament untergebracht ist. Vom 11. bis ins 16. Jahrhundert war dort der Sitz der englischen Monarchie, der ursprüngliche Westminsterpalast wurde jedoch 1834 bei einem Großbrand zerstört.

Du gelangst in die „Houses of Parliament“ entweder als Besucher einer der Parlamentsdebatten oder im Rahmen einer Führung. Diese finden samstags und außerhalb der Sitzungszeiten auch an Wochentagen statt. Dabei siehst du die berühmten Sitzungssäle des Ober- und Unterhauses sowie die imposante Westminster Hall, den ältesten erhaltenen Teil des ursprünglichen Palasts aus dem 11. Jahrhundert mit einer eindrucksvollen Stichbalkendecke. Eigentlich würde dich ein Besuch auch zu Big Ben führen, der Uhrturm wird aber noch bis 2021 saniert.

Du hast die Wahl zwischen einem Rundgang mit mehrsprachigem Multimediaguide, der etwa 75 Minuten dauert, und einer 90-minütigen Führung auf Englisch. Wenn du kleine Kinder dabei hast, kannst du die Führung auch als Familienvariante wählen. Da die Nachfrage sehr hoch ist, solltest du vorher online Tickets kaufen.

Die Houses of Parliament liegen sehr zentral im Stadtteil Westminster. Wenn du an der gleichnamigen U-Bahnstation aussteigst, bist du direkt da. Du kannst dich dem Gebäude auch über die Westminster Bridge von der anderen Flussseite aus nähern. Der Blick von der Brücke ist ein beliebtes Fotomotiv.

Buckingham Palace

London Sehenswürdigkeit: Buckingham Palace

Buckingham Palace: Viele Besucher stehen vor den Toren, um den Wachwechsel zu sehen, der an vielen Vormittagen stattfindet.

Königin Victoria machte den Palast im Herzen der Stadt im 19. Jahrhundert zur offiziellen Residenz der britischen Monarchen in London. Wenn heute über dem Gebäude die Flagge „Royal Standard“ weht, weilt die aktuelle Königin gerade dort.

Bei Touristen besonders beliebt ist der Wachwechsel „Changing of the Guards“ an mehreren Vormittagen der Woche. Das etwa 45-minütige Spektakel findet nicht täglich statt und wird bei schlechtem Wetter oft abgesagt, deshalb solltest du dich über die Termine auf der offiziellen Website informieren. Für eine gute Sicht musst du sehr früh da sein, weil sich tausende Menschen auf dem Platz vor dem Palast versammeln. Den besten Blick hast du direkt am Tor oder vom Victoria Memorial aus. Es gibt auch informative Touren, die sich auf die Wachablösung im Buckingham Palace spezialisieren.

Auch wenn der Palast mit seinem schmiedeeisernen Zaun nicht gerade einladend wirkt, ist er keinesfalls für Besucher verschlossen. Von Juli bis September sind die State Rooms der Öffentlichkeit zugänglich. Diese Räume werden sonst für offizielle Anlässe genutzt, zum Beispiel werden darin bedeutende Gäste empfangen. Bei dem Rundgang steht dir ein mehrsprachiger Audioguide zur Verfügung.

Ganzjährig kannst du The Queens Gallery mit ständig wechselnden Ausstellungen bekannter Künstler und die Royal Mews, die königlichen Stallungen und Kutschen, besichtigen. Im Eintrittspreis sind jeweils Multimediaguides enthalten. Wenn du Queens Gallery und Royal Mews an einem Tag sehen möchtest, kannst du ein Kombiticket nehmen, das günstiger ist als die einzelnen Eintrittskarten.

Für die Tage, an denen die State Rooms zugänglich sind, wird das Paket A Royal Day Out angeboten, das alle drei Sehenswürdigkeiten beinhaltet und ebenfalls günstiger ist als Einzeltickets. Du solltest dafür mindestens viereinhalb Stunden einplanen. Für die State Rooms und die Queen’s Gallery bekommst du jeweils Einlasszeiten vorgegeben, die Mews kannst du an dem Tag flexibel besuchen.

Westminster Abbey

London Sehenswürdigkeit: Westminster Abbey

Die Westminster Abbey in London hat schon viel britische Geschichte miterlebt. Sie ist eine der meist besuchten Sehenswürdigkeiten Londons.

Krönungen, königliche Hochzeiten, Staatsbeerdigungen – die Mauern von Westminster Abbey haben viele geschichtsträchtige Momente miterlebt. Das Kirchengebäude im gotischen Stil ist über 700 Jahre alt. An gleicher Stelle standen schon vorher sakrale Bauten.

Die Kirche ist täglich für Besucher geöffnet, jedoch sind Besichtigungen während der Predigten und Gebete nur eingeschränkt möglich. Die Teilnahme an den Gottesdiensten ist übrigens kostenlos.

Im normalen Eintrittspreis enthalten ist ein mehrsprachiger Multimediaguide, mit dem du die prunkvollen Gemäuer in deinem eigenen Tempo entdeckst. Dabei kannst du zum Beispiel die Malereien bestaunen oder dich an Grab- und Denkmälern über wichtige britische Monarchen, Schriftsteller, Wissenschaftler, Künstler und Staatsmänner informieren, die hier beigesetzt sind. Für deinen Besuch solltest du mindestens eine Stunde einplanen.

Mit einem Onlineticket von der offiziellen Website sparst du Geld und Zeit, denn du erhältst ein „Fast Track Entry Ticket“, mit dem du die Warteschlange überspringst.

Vor Ort kannst du dich noch für eine Verger-Guided Tour entscheiden. Sie wird mehrmals am Tag auf Englisch angeboten und dauert etwa 90 Minuten. Während der Führung besuchst du auch den Schrein des heiligen Eduard des Bekenners, der anderen Besuchern nicht zugänglich ist.

Tipp für Sparfüchse: Mittwochs ab 16:30 Uhr wird ein reduzierter Eintrittspreis angeboten. Du bekommst dabei jedoch keinen Multimediaguide und einige Bereiche sind gesperrt. Auch an Tagen, an denen Teile der Kirche unzugänglich sind, kostet der Eintritt weniger und es gibt nur eine „Highlights Tour“. Die Tickets dafür kannst du nur vor Ort kaufen.

Westminster Abbey befindet sich gleich hinter den Houses of Parliament. Wenn du mit der U-Bahn unterwegs bist, kannst du also ebenfalls an der Station „Westminster“ aussteigen.

St. Paul’s Cathedral

London Sehenswürdigkeit: St. Paul's Cathedral

St. Paul’s Cathedral: Eine der größten Kathedralen der Welt kannst du von Montag bis Samstag besuchen.

Die 1711 vollendete St. Paul’s Cathedral mit ihrer markanten Kuppel ist eine der größten Kathedralen der Welt. Auch ihre Geschichte reicht viele Jahrhunderte zurück, Brände zerstörten die Vorgängerbauten.

Wer gut zu Fuß ist, kann in der Kuppel die insgesamt 528 Treppenstufen hochsteigen. Man gelangt dabei zum Beispiel zur „Whispering Gallery“, der Flüstergalerie: Wenn du dort etwas an die Wand flüsterst, hört man es mehrere Meter weiter auf der gegenüberliegenden Seite noch deutlich. Die höher gelegenen „Stone Gallery“ und „Golden Gallery“ sind Aussichtsplattformen, die atemberaubende Panoramablicke über London ermöglichen. Die drei Galerien sind im normalen Eintrittspreis enthalten.

Besichtigungen sind montags bis samstags möglich. Sonntags ist die Kathedrale generell nur für Gottesdienste geöffnet. Für einen Besuch solltest du ein bisschen Zeit einplanen, denn du kannst sie entweder mithilfe eines Multimediaguides kennenlernen, der in mehreren Sprachen verfügbar ist, oder an einer Führung teilnehmen, die im Eintrittspreis enthalten ist. Du hast die Wahl zwischen einer 15- bis 20-minütigen Einführung und einem 90-minütigen Rundgang, der dich auch zu Orten bringt, die andere Besucher nicht sehen, wie zum Beispiel die „Geometrische Treppe“, die „Chapel of St Michael & St George“ und den Chorraum. Diese Führungen werden normalerweise vier Mal am Tag angeboten, du solltest dir am Eingang einen Platz reservieren.

St. Paul’s Cathedral befindet sich auf dem Ludgate Hill in der City. Die nächste U-Bahnstation ist „St. Paul’s“.

Tower of London

Top-Sehenswürdigkeit: Tower of London

Der Tower of London hat eine lange Geschichte und steckt voller Mythen. Im Eintrittspreis enthalten sind die Yeoman Warder Tour und die Ausstellung der Kronjuwelen.

Eine über 900-jährige Geschichte erwartet dich in dieser königlichen Festung. Traditionen haben hier einen großen Stellenwert, so ist einer der Höhepunkte des Besuchs die „Ceremony of the Keys“, die Schlüsselzeremonie, deren Ursprung in der Zeit der Tudors liegt. Kurz vor 22 Uhr laufen die Wachen den Tower ab und verschließen die Tore der Anlage. Besucher können der Zeremonie kostenlos beiwohnen, müssen Tickets dafür aber weit im Voraus buchen.

Auch tagsüber gibt es auf dem Gelände eine Menge zu entdecken. Bei einer „Yeoman Warder Tour“, die im Eintrittspreis enthalten ist und etwa jede halbe Stunde beginnt, führen dich die freundlichen Wachen in blau-roten Uniformen durch den Tower.

In den Türmen erwarten dich verschiedene Ausstellungen, beispielsweise über mittelalterliche Foltermethoden, Rüstungen oder Waffen. Im „Jewel Tower“ sind die berühmten Kronjuwelen untergebracht. Auch diese kannst du mit eigenen Augen sehen, aber Achtung: Sie sind gut bewacht und fotografieren ist strengstens verboten!

Das Außengelände des Towers ist das Reich der Raben. Der Legende nach fällt die Festung, wenn die ursprünglich sechs Raben sie jemals verlassen. Du solltest den Tieren nicht zu nahe kommen, denn sie können angreifen, wenn sie sich bedroht fühlen. Sie werden zweimal am Tag vom „Ravenmaster“ gefüttert.

Der Tower of London ist täglich geöffnet, außer an den Weihnachtstagen und Neujahr. Er befindet sich direkt an der Themse, zu ihm führt die berühmte Tower Bridge. Die nächste U-Bahnstation ist „Tower Hill“.

Kostenfreie Sehenswürdigkeiten in London

London ist nicht das günstigste Pflaster, zumindest wenn du Tickets für die kostenpflichtigen Sehenswürdigkeiten einzeln kaufst. Für Manche lohnt sich eher ein London Citypass. Doch viele Attraktionen der Stadt sind kostenlos, sodass du selbst mit kleinem Budget viel entdecken kannst.

Museen und Galerien

In London findest du einige der renommiertesten Museen der Welt. Das Tolle für dich als Besucher: In vielen dieser Sehenswürdigkeiten ist der Eintritt kostenlos. Ausgenommen sind nur einige Spezialausstellungen. Meistens wird am Eingang um eine Spende gebeten, diese ist jedoch freiwillig. Ein Museumsbesuch in London ist also perfekt für regnerische Tage, obwohl die interessanten Sammlungen ihren Reiz auch bei schönem Wetter nicht verlieren.

London Sehenswürdigkeit: National Gallery

Die National Gallery in London: Wie viele Museen in London ist auch dieses für Besucher kostenfrei.

Dies sind die meist besuchten Museen in London:

BRITISH MUSEUM

 Das Britische Museum wurde 1753 gegründet und hat eine der bedeutendsten kulturgeschichtlichen Sammlungen der Welt. Du siehst ägyptische Mumien, griechische Skulpturen oder den Stein von Rosette. Im Museum wird eine Vielzahl an Führungen angeboten, einige davon sind kostenpflichtig. Manche jedoch, wie die täglichen „Eye-Opener Tours“, die „Lunchtime Gallery Talks“ und die „Friday Evening Spotlight Tours“ sind gratis und beleuchten jeweils einen Ausstellungsraum oder ausgewählte Exponate. Gegen Gebühr sind auch Audioguides erhältlich.

Das Museum ist täglich geöffnet, außer an den Weihnachtstagen und an Neujahr. Es ist nur ein paar hundert Meter von mehreren U-Bahnstationen entfernt, sodass du bequem hingelangst. Am nächsten (je etwa 500 Meter) sind die Stationen „Tottenham Court Road“ und „Holborn“.

TATE MODERN

 Am südlichen Themseufer wurde ein ehemaliges Kraftwerk in ein bekanntes Museum für moderne und zeitgenössische Kunst umgestaltet. Das Tate Modern zeigt die Werke internationaler Künstler von Claude Monet und Pablo Picasso über Andy Warhol bis Gerhard Richter. Täglich zur vollen Stunde zwischen 11 Uhr und 16 Uhr kannst du an kostenlosen Führungen durch einen Teil der Ausstellung teilnehmen, es werden auch kostenpflichtige Touren und ein Audioguide angeboten.

Wenn du genug von der Kunst gesehen hast, kannst du vom Museum aus den Blick über London genießen, zum Beispiel von einer Aussichtsplattform oder dem Café in der 6. Etage aus. Das Tate Modern ist außer an Weihnachten jeden Tag geöffnet. Es liegt an der Themse, gegenüber von St. Paul’s Cathedral. Du könntest deinen Besuch zu Fuß antreten, indem du über die Millenium Bridge läufst. Oder du nutzt die öffentlichen Verkehrsmittel, etwa 700 Meter entfernt ist die U-Bahnstation „Southwark“.

NATIONAL GALLERY

 Direkt am von Touristen beliebten Trafalgar Square steht das beeindruckende Gebäude mit der National Gallery, dessen Eingang an antike Bauten erinnert. Das Museum zeigt vormoderne Kunst, darunter berühmte Malereien von Vermeer, Rembrandt oder Van Gogh.

Wenn du etwas über einzelne Werke oder die Ausstellungen erfahren möchtest, kannst du dich montags bis freitags ab 14 Uhr den kostenlosen einstündigen Rundgängen anschließen. Wochentags finden ab 16 Uhr auch zehnminütige Einführungen zu einzelnen Gemälden statt. Zusätzlich werden kostenpflichtige Audioguides und Veranstaltungen angeboten.

Museumsbesuche sind täglich möglich, außer an den Weihnachtstagen und Neujahr. Die U-Bahnstationen „Charing Cross“ und „Leicester Square“ sind wenige Fußminuten entfernt.

NATURAL HISTORY MUSEUM

 Die Geschichte der Erde lernst du im naturhistorischen Museum kennen. Du kannst dort Dinosaurierskelette aus der Nähe betrachten oder Fossilien und Meteoriten bestaunen. Highlights sind auch das Skelett eines Blauwals oder eine Erstausgabe von Darwins „Über die Entstehung der Arten“. Bei kostenlosen Vorträgen erzählen Wissenschaftler über verschiedene Aspekte der Sammlung.

Ein Besuch des Museums lohnt sich auch wegen seines kathedralenähnlichen Gebäudes, das übrigens Teil der Londoner „Museumsmeile“ ist, an der auch das Victoria & Albert Museum und das Science Museum liegen. Wenn du mit der U-Bahn anreist, steigst du  am besten an der Station „South Kensington“ oder „Gloucester Road“ aus.

Tipp bei Regen: Von der Station „South Kensington“ aus gelangst du durch eine Unterführung direkt zum Museum. Es ist an den Weihnachtstagen geschlossen.

VICTORIA & ALBERT MUSEUM

 Gleich gegenüber vom Natural History Museum befindet sich das Victoria & Albert Museum, oft als V&A Museum abgekürzt. Es ist nach Königin Victoria und ihrem Ehemann Prinz Albert bekannt und präsentiert Kunst und Design aus aller Welt, zum Beispiel Skulpturen, Textilien, Keramik und Schmuck.

Im Museum werden viele kostenlose Führungen angeboten, zum Beispiel die täglichen „Introductory Tours“ oder Rundgänge zu Spezialthemen. Zum Ausruhen lädt der Innenhof mit Café und Brunnen ein. Im Gebäude befindet sich auch das älteste Museumscafé der Welt, in dessen Räumlichkeiten du dich ein bisschen wie in einem Palast fühlen kannst.

Die nächstgelegene U-Bahnstation ist „South Kensington“, von der aus du durch einen Fußgängertunnel zum Museum laufen kannst. Schließtage sind vom 24. bis 26. Dezember.

SCIENCE MUSEUM

 Die Industrielle Revolution begann in Großbritannien, da ist ein Museum zur Geschichte von Wissenschaft und Technik dort also genau richtig. Im Science Museum kannst du die älteste noch erhaltene Dampflokomotive, die „Puffing Billy“, sehen oder eine Nachbildung des Teleskops von Galileo Galilei. Die einzelnen Bereiche des Museums informieren anschaulich zu Themen wie Luft-und Raumfahrt, Mathematik oder Informationstechnik.

Als Teil der Museumsmeile ist auch das Science Museum am besten über die U-Bahnstation „South Kensington“ zu erreichen. Es schließt an den Weihnachtstagen.

Parkanlagen

London ist eine überraschend grüne Stadt. Einheimische und Touristen gleichermaßen nutzen die Grünflächen gern zur Erholung. In den großen Parks hast du viele Open-Air-Aktivitäten zur Auswahl, wie zum Beispiel Bootstouren und Picknicks, aber auch Konzerte oder Theateraufführungen.

Eine entspannende Sehenswürdigkeit: Parkanlage in London

Auch eine Sehenswürdigkeit: Immer wieder stößt man in London auf einladende Parkanlagen, in denen man dem Großstadttrubel entfliehen kann.

Das sind einige der bekanntesten und größten Parks Londons:

HYDE PARK & KENSINGTON GARDENS

Diese beiden Parks gehen fast ineinander über, sind nur durch eine Straße getrennt. Zahlreiche Wege ermöglichen lange Spaziergänge, zum Beispiel entlang des Ufers von The Serpentine, einem großen See, in dem man sogar baden kann. Der Kensington Palast am gleichnamigen Park ist der Wohnsitz der jungen britischen Thronfolger, da ist es nur logisch, dass in der Nähe ein Spielplatz und ein Brunnen nach Prinzessin Diana benannt sind, die im Palast lebte.

REGENT’S PARK

Der St. Regent’s Park liegt im nördlichen Teil der Londoner Innenstadt. Der Park besteht aus großen Rasenflächen, einem See sowie Spielplätzen und Sportanlagen. St. Regent’s ist außerdem die Heimat des Londoner Zoos und eines großen Open-Air Theaters. Bekannt ist der Park für den „Queen Mary’s Garden“, der mit etwa 12.000 Rosen aufwarten kann.

ST. JAMES’S PARK

Der Park liegt zwischen „Buckingham Palace“ und „10 Downing Street“, dem Sitz des Premierministers. Die politische Bedeutung dieser beiden Orte merkt man dem Park aber kaum an, er selbst strahlt eine wohltuende Ruhe aus. An einem See tummeln sich verschiedene Vogelarten, wie zum Beispiel Pelikane.

SKY GARDEN

Londons wohl außergewöhnlichster, auf jeden Fall aber höchstgelegener Park. Er befindet sich in dem Wolkenkratzer 20 Fenchurch Street. Auf drei Etagen ist hier ein Garten angelegt worden, der auch eine Aussichtsplattform mit Blick über die Stadt bereithält. In den Bars und Restaurants auf dieser Etage kannst du dir einen Drink genehmigen. Der Besuch des „Sky Garden“ ist kostenlos, jedoch ist die Anzahl der Besucher begrenzt, sodass du vorher Tickets mit Datum und Uhrzeit reservieren musst.

Märkte

Zugegeben, Märkte sind zum Einkaufen da und damit nicht wirklich kostenlos, wenn dich das Shoppingfieber packt. Aber du kannst auch nur durch die berühmten Märkte schlendern und die Auslagen bestaunen oder eine Mahlzeit einnehmen.

Sehenswürdigkeit: Camden Market in London

Londons Märkte – wie hier der Camden Lock Market – sind schöne Orte zum Schlendern, Shoppen und Essen.

Zu den meist besuchten Märkten Londons zählen:

BOROUGH MARKET

Der Borough Market liegt im Stadtteil Southwark südlich der Themse. Der Markt besteht bereits sehr mehreren Hundert Jahren und ist bei Einheimischen wie Touristen für seine Lebensmittel und frisch zubereiteten Speisen bekannt.  Du kannst dort also sowohl Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch einkaufen, als auch in der Stret-Food-Abteilung eine Mahlzeit einnehmen.

CAMDEN MARKET

Im Londoner Stadtteil Camden Town bilden sich rund um die Camden High Street mehrere Märkte, die zusammen als Camden Market bezeichnet werden. Hier kannst du hippe Kleidung und Schmuck erwerben oder an Marktständen etwas zum Essen finden.

PORTOBELLO ROAD

Die Portobello Road liegt im Londoner Stadtteil Notting Hill. Unter der Woche befindet sich auf der Straße der Portobello Road Market, ein Lebensmittelmarkt, auf dem vor allem Einheimische einkaufen. Bei Touristen bekannter ist der Samstagsmarkt, auf dem du Antiquitäten und Second-Hand-Kleidung erwerben kannst.

Beliebte Erlebnisse – auch für Familien

Ein Londonbesuch ist etwas für alle Altersgruppen, denn es gibt in der Stadt unzählige Möglichkeiten, den Tag zu verbringen. Gerade Familien finden hier Gelegenheiten, sowohl die Kinder zu beschäftigen, als auch die Erwachsenen zu unterhalten. Einige Anregungen findest du in diesem Abschnitt.

London Eye

Sehenswürdigkeit: London Eye

London Eye: eines der größten Riesenräder der Welt gehört zu Londons wichtigsten Sehenswürdigkeiten.

Das Riesenrad ist mittlerweile aus Londons Skyline nicht mehr wegzudenken, dabei sollte es ursprünglich nur ein paar Jahre in Betrieb bleiben. Das London Eye drehte sich für Besucher zum ersten Mal im Jahr 2000. Mit seinen 135 Metern ist es eines der größten Riesenräder der Welt und vom höchsten Punkt aus kannst du bei gutem Wetter sogar bis nach Windsor blicken. Aber auch sonst hast du einen tollen Blick über die Stadt, den du 30 Minuten genießen kannst, denn so lange dauert eine Umdrehung.  An fest installierten Bildschirmen erhältst du Informationen über die Wahrzeichen Londons.

Wenn du deine Eintrittskarten vorher online kaufst, wählst du schon Datum und Uhrzeit für deinen Besuch aus. Du kannst zwischen verschiedenen Ticketarten wählen. Zum Beispiel buchst du mit dem Ticket Day & Night zwischen Oktober und März zwei Fahrten, einmal bei Tageslicht und einmal bei Dunkelheit. Mit einem Fast Track Ticket kannst du die Warteschlange überspringen und wenn du ein ganz besonderes Erlebnis planst, kannst du eine Privatkabine buchen. Im Normalpreis enthalten ist die „4D Cinema Experience“, bei der du unweit des London Eyes einen kurzen Film in 4D sehen kannst.

Das Riesenrad steht schräg gegenüber der Houses of Parliament, am anderen Flussufer. Bei einem Besuch lohnt es sich, die Uferpromenade Queen’s Walk entlang zu schlendern. Schnell gelangst du aber auch von der „Waterloo Station“ zum Riesenrad.

The View from the Shard

London Sehenswürdigkeit: The Shard

Links im Hintergrund: The Shard. Von der Aussichtsplattform genießt du einen tollen Blick über London.

Dieses moderne Wahrzeichen gewinnt wegen des 360-Grad-Blicks über London an Beliebtheit. Die Spitze des Hochhauses „The Shard“ sieht aus wie ein Glassplitter, ein Shard of Glass. Im Inneren befinden sich Büros, Restaurants und eben auch eine Aussichtsplattform, die seit 2013 der Öffentlichkeit zugänglich ist.

Du wählst beim Ticketkauf Tag und Uhrzeit deines Besuchs. Da das Wetter in London nicht nur blauen Himmel bereithält, bekommst du mit teureren Ticketkategorien (All-Inclusive und Premium) eine Wettergarantie. Das bedeutet, wenn du an dem gewählten Tag mindestens drei  der vorgegebenen Wahrzeichen (London Eye, St.Paul’s Cathedral, Walkie Talkie, Tower Bridge und One Canada Square) nicht sehen kannst, hast du die Möglichkeit, dein Ticket zurückzugeben.

Auch für ungewöhnliche Erlebnisse im Shard gibt es Tickets, zum Beispiel eine Pralinenverkostung, eine Silent Disco oder eine Pilatesstunde.

London Tower Bridge Exhibition

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten: London Tower Bridge

London Tower Bridge: Hier kannst du eine Ausstellung besuchen und über eine Glasbodenbrücke laufen.

Schon von weitem zieht die „Tower Bridge“ mit ihren leuchtend blauen Tragkabeln alle Blicke auf sich. Wenn du es gut planst, kannst du sogar miterleben, wie die Brücke in der Mitte hochklappt, um Schiffe durchzulassen. Die aktuellen Zeiten findest du online.

In den Türmen erzählt eine Ausstellung über die Geschichte und Funktionsweise des Bauwerks, so kannst du auch einen Blick in die viktorianischen Maschinenräume werfen. Mit dem Lift fährst du den Nordturm hoch und kannst durch einen Glasboden in der Fußgängerbrücke auf die Themse und die Straße unter dir blicken. Tickets für dieses Erlebnis gibt es vorab im Internet.

Die Tower Bridge ist nach dem Tower of London benannt, der sich im Norden anschließt, deshalb kannst du die Besuche gut miteinander verbinden. Die nächste U-Bahnstation am nördlichen Ende der Brücke ist „Tower Hill“, im Süden „London Bridge“.

Somerset House

Sehenswürdigkeit: Somerset House in London

Somerset House: Das ehemalige Regierungsgebäude ist heute ein Zentrum der bildenden Kunst.

Das Somerset House hat sich von einem Regierungsgebäude in ein Zentrum für Kunst und Kultur verwandelt. Der Eintritt ist frei, nur für einige Ausstellungen und Veranstaltungen brauchst du ein Ticket. Der große Innenhof wird im Sommer für Open Air-Konzerte genutzt, im Winter erwartet dich eine Eislaufbahn. Im Gebäude selbst sind zwei Galerien mit Wechselausstellungen untergebracht.

Wenn du dich für die Geschichte des 1776 konzipierten Hauses interessierst, kannst du an einer kostenfreien, einstündigen Führung teilnehmen. Dienstags werden zwei Touren unter dem Namen The Old Place Tours angeboten, donnerstags und samstags starten mehrmals die Historical Highlights Tours.

Das Somerset House befindet sich an der Straße Strand, die die City of London mit der City of Westminster verbindet. Die U-Bahnstation „Temple“ ist fünf Minuten zu Fuß entfernt.

Madame Tussauds

Wer in dem weltberühmten Wachsfigurenkabinett verewigt wird, kann sich auf jeden Fall Star nennen. Täuschend echt aussehende Wachsfiguren gibt es zum Beispiel von den britischen Royals, aktuellen Hollywoodschauspielern und Musikern, aber auch von Persönlichkeiten aus der Geschichte.

Wenn du nicht gerade ein Selfie mit deinem Lieblingspromi (bzw. seiner Wachsfigur) machst, lernst du bei deinem Rundgang ganz nebenbei noch etwas über die Kunst der Wachsbildnerei.

SEA LIFE Aquarium London

Schon mal einen Hai von Nahem gesehen? In diesem Aquarium schaffst du das ohne Verletzungsgefahr, wenn du durch den Haitunnel läufst. Die Unterwasserwelt wird hier auf anschauliche Art und Weise präsentiert und du lernst so einiges über Pinguine, Quallen und andere Meeresbewohner.

London Dungeon

Der London Dungeon führt dich in die düstere Geschichte der Stadt. Wenn du Horrorfilme magst, wirst du diese Gruselführung lieben. Mit Spezialeffekten und Schauspielern werden die Massenmörder Jack The Ripper und Sweeney Todd lebendig. Wenn dir das nicht genügt, schnellt das Adrenalin in die Höhe, wenn du im freien Fall nach unten saust.

Shrek’s Adventure

Der grüne Oger Shrek hat in den gleichnamigen Filmen die Herzen des Kinopublikums erobert. Bei „Shrek’s Adventure“ tauchst du in seine bunte Welt ein, besuchst das Königreich „Weit Weit Weg“ oder „Shreks Sumpf“ und begegnest den Bewohnern. Auch andere Animationsfilme wie „Madagascar“, „Kung Fu Panda“ und „Drachenzähmen leicht gemacht“ haben eigene Bereiche.

Stadiontour (z. B. Wembley Stadium)

England beansprucht für sich gern den Namen “Mutterland des Fußballs” und auch in London sind gleich mehrere Topmannschaften zu Hause. Diese haben faszinierende Geschichten und spielen in Stadien mit einer ebenso bewegten Vergangenheit.

Bei Führungen erlebst du die Spielstätten hautnah, zum Beispiel das neue Wembley Stadion oder das hochmoderne Emirates Stadium.

Falls du dich nicht für Fußball erwärmen kannst, dann vielleicht für den ebenso typisch englischen Sport Rugby? Auch im Twickenham Stadium, dem zweitgrößten Stadion im Vereinigten Königreich nach Wembley, sind Besichtigungen möglich.

Imperial War Museum mit seinen Außenstellen

Das Imperial War Museum erinnert an die Kriege des 20. Jahrhunderts, besonders den 1. und 2. Weltkrieg. Es behandelt die Rolle der Weltmacht Großbritannien und ihre militärischen Innovationen.

Die Churchill War Rooms sind eine Außenstelle des Museums. Diese Räumlichkeiten waren im 2. Weltkrieg vor Luftangriffen geschützt und beherbergten die britische Kommandozentrale. Du erfährst dort, wie Premierminister Winston Churchill und seine Mitarbeiter während des Kriegs arbeiteten und lernst in einer Ausstellung viel über Leben und Wirken des berühmten Staatsmanns.

Eine weitere Niederlassung des Museums ist die HMS Belfast. Das heutige Museumsschiff auf der Themse wurde 1965 ausgemustert, nachdem es im 2. Weltkrieg und im Koreakrieg eingesetzt worden war. An Bord kannst du den Alltag der britischen Matrosen zu Kriegszeiten nachvollziehen und dich über die eingesetzte Technik informieren.

Shakespeare’s Globe Theatre

Das Theater ist eine detailgetreue Nachbildung des Hauses, in dem William Shakespeare gearbeitet hat. Es ist nur etwa 200 Meter vom Originalstandort entfernt und wird von April bis Oktober zur Spielstätte – natürlich von Stücken von Shakespeare. Bei einer Führung erfährst vieles zur Geschichte und Funktionsweise des Theaters. Sie werden ganzjährig angeboten, außer am 24. und 25. Dezember.

London Zoo

Der Londoner Zoo am nördlichen Ende des Regent’s Parks ist die älteste wissenschaftliche Tiersammlung der Welt. Seit 1847 ist sie der Öffentlichkeit zugänglich. Kleine und große Tierliebhaber schlendern die Pfade entlang zu den Gehegen und sehen zum Beispiel Löwen, Tiger, Giraffen, Pinguine oder auch Spinnen. Täglich gibt es Vorführungen und Fütterungen. Das Reptilienhaus des Zoos ist spätestens seit dem ersten Harry-Potter-Film weltberühmt, denn es diente als Drehort.

Sherlock Holmes Museum

Sie ist eine der bekanntesten Adressen Londons: 221 B Baker Street. Dort wohnten der Romandetektiv Sherlock Holmes und sein Partner John Watson. Die Geschichten von Arthur Conan Doyle wurden mehrfach in Film und Fernsehen interpretiert, zuletzt erreichte die Serie „Sherlock“ eine neue Generation von Fans.

Im Museum dreht sich alles um den Detektiv. Besucher betreten z. B. sein Arbeitszimmer, das anhand der Beschreibungen in den Geschichten nachgebaut wurde. Auch an die berühmtesten Fälle wird mit Ausstellungsstücken erinnert.

ArcelorMittal Orbit

Der 115 Meter hohe Aussichtsturm wurde anlässlich der Olympischen Spiele 2012 gebaut und bietet einen Blick auf den Olympiapark und darüber hinaus. Nachdem du oben die Aussicht genossen hast, kannst du dich entscheiden, wie du wieder hinunterkommst: zu Fuß oder wirfst du dich die höchste Riesenrutsche der Welt hinunter? Für die Rutsche solltest du vorher dein Ticket buchen, sie ist, anders als die Aussichtsplattform, auch nicht im London Pass enthalten.

Stadtrundfahrten und Stadtführungen

Wenn du in London bist, solltest du einmal mit der berühmten Londoner U-Bahn – der Tube – fahren, die aber zugegeben nicht die beste Wahl ist, wenn du nebenbei viel von der Stadt sehen möchtest. Da eignen sich oberirdische Verkehrsmittel viel besser.

Stadtrundfahrten (Hop-on-Hop-off)

Auf die Bedürfnisse von Touristen zugeschnitten sind die sogenannten Hop-On-Hop-Off-Busse. Das sind Stadtrundfahrten, die die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abfahren und mehrfach auf der Strecke anhalten, um Fahrgäste ein- und aussteigen zu lassen. Damit sparst du Zeit und musst dich nicht erst mit den Fahrkarten und Fahrplänen der öffentlichen Verkehrsmittel auseinandersetzen. Allerdings solltest du bedenken, dass Busse im Gegensatz zu U-Bahnen im Stau stehen können.

In London sind mehrere Anbieter von Hop-on-Hop-off-Bussen unterwegs:

BIG BUS

Das Unternehmen fährt mit roten, offenen Doppeldeckerbussen auf vier verschiedenen Routen in der Innenstadt, die nach Farben unterschieden sind. An mehreren Haltestellen gibt es Umsteigemöglichkeiten zwischen den Routen. Auf der roten Route, die an den Topattraktionen vorbeiführt, ist ein Guide an Bord, der auf Englisch Geschichten über die Orte erzählt. Ansonsten werden Kopfhörer ausgeteilt, mit denen die Fahrgäste einem Audioguide in mehreren Sprachen folgen können.

Tickets von „Big Bus“ gibt es für einen, zwei oder drei Tage. Sie enthalten kostenlose Stadtrundgänge und eine Bootsfahrt auf der Themse.

GOLDEN TOURS

Die offenen Doppeldecker von „Golden Tours“ sind blau und fahren tagsüber auf drei Routen, morgens und abends zusätzlich auf Zubringerstrecken von und zu Gegenden mit vielen Hotels. An Bord gibt es kostenloses WLAN, das Unternehmen bietet auch eine kostenlose Schatzsucher-App an. Die Routen werden nach Farben unterschieden, auf der blauen „Essential Tour“ spricht ein Reiseleiter auf Englisch. Außerdem gibt es Audioguides in mehreren Sprachen. Du bekommst Tickets für ein bis drei Tage und kannst sie mit Stadtführung und Bootsfahrt kombinieren.

Stadtführungen

Du möchtest London lieber zu Fuß entdecken und interessierst dich für einen bestimmten Aspekt der Stadt? Bei thematischen Stadtrundgängen wirst du an die wichtigsten Orte geführt und lernst etwas über Geschichte und Kultur, das wohl nicht im normalen Reiseführer steht.

In London gibt es wirklich viele Angebote, so kannst du dich zum Beispiel an die Originalschauplätze aus bekannten Filmen führen lassen oder an Orte, die Rock’n’Roll-Geschichte geschrieben haben. Vielleicht möchtest du aber auch die englische Trinkkultur kennenlernen? Dann ist eine Tour durch historische Pubs wie für dich gemacht.

Sehenswürdigkeiten außerhalb Londons

Die meisten bekannten Sehenswürdigkeiten befinden sich in der City of London und der City of Westminster, sodass du wohl viel Zeit dort verbringen wirst. Es lohnt sich aber auch, einmal aus dem Zentrum rauszukommen und einen Halb- oder Ganztagsausflug in einen anderen Stadtteil oder gar eine andere Stadt zu unternehmen. Hier findest du einige Anregungen.

Harry Potter: Warner Bros Studio Tour

Einer der britischen Exportschlager der vergangenen Jahrzehnte ist die Geschichte des Zauberschülers Harry Potter, der in den Romanen und Filmen Millionen Menschen begeisterte. Bei der Warner Bros Studio Tour siehst du die Originalfilmsets und kannst zum Beispiel durch die Große Halle oder die Winkelgasse laufen. Die Studios liegen etwa 30 Kilometer von der Londoner Innenstadt entfernt.

Von London aus kannst du den Zug von der „Euston Station“ bis „Watford Junction“ nehmen, von wo dich ein offizieller Bus zum Ziel bringt. Manche Reiseveranstalter bieten aber Transfer und Studiotour in einem Paket an.

Greenwich

Der Name des Stadtteils im Südosten Londons ist dir bestimmt schon einmal begegnet, denn hier verläuft der Nullmeridian, der Bezugspunkt für alle Zeitzonen der Welt. Wo genau, kannst du im Royal Greenwich Observatory sehen, einst Wirkungsstätte der Hofastronomen und heute Museum mit historischen Astronomie- und Navigationsinstrumenten.

Den architektonischen Blickfang in Greenwich bildet der Gebäudekomplex des Old Royal Naval College. Im National Maritime Museum unternimmst du eine Reise in die Geschichte der Seefahrt und das Museumsschiff Cutty Stark versetzt dich zurück ins 19. Jahrhundert, als der internationale Teehandel boomte. Eine Tasse englischen Tee kannst du dann im Greenwich Market trinken und dort durch die Galerien, Geschäfte und Gastronomieangebote schlendern.

Nach Greenwich kommst du von der Londoner Innenstadt ganz einfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln, sogar mit dem Boot oder der Emirates Cable Car, einer Seilbahn, die die Royal Docks am nördlichen Themseufer mit der Greenwich-Halbinsel im Süden verbindet.

Windsor Castle

Windsor Castle, 40 Kilometer westlich von London, ist das älteste und größte durchgängig bewohnte Schloss der Welt. Seit dem 11. Jahrhundert residieren dort die englischen Monarchen und haben das mehr als fünf Hektar große Gelände in eine eindrucksvolle Anlage verwandelt. Manchmal wird das Schloss auch als „englisches Versailles“ bezeichnet.

Für einen Besuch solltest du dir mehrere Stunden Zeit nehmen. Wenn du auf eigene Faust anreisen möchtest, gelangst du in etwa einer Stunde von London aus mit dem Zug dorthin. Ansonsten bieten mehrere Veranstalter Halbtagestouren mit Busfahrt ab London an.

Stonehenge

Um das Monument aus der Jungsteinzeit ranken sich viele Geheimnisse. Bis heute ist man sich nicht einig, welchen Zweck der Steinkreis vor Jahrtausenden erfüllte. Doch gerade darin liegt die Faszination des Ortes. Eine begleitende Ausstellung informiert über das Leben der Menschen vor 4500 Jahren, wie sie wohnten und welche Werkzeuge sie benutzten.

Die Anreise mit dem Zug von London bis Salisbury dauert etwa anderthalb Stunden, bequem reist du auch bei einer organisierten Busfahrt.

Royal Botanical Kew Gardens

Der botanische Garten im Südwesten Londons beansprucht 121 Hektar für sich – eine riesige Fläche und ein Paradies für Pflanzenliebhaber. Seine Ursprünge reichen ins 19. Jahrhundert zurück und entsprechend historisch sind auch die Gewächshäuser mit exotischen Gewächsen aus aller Welt.

Einen Überblick über das weite Gelände bekommst du bei einer Fahrt mit dem Kew Explorer und auf einem Baumwipfelpfad nimmst du eine ungewohnte Perspektive ein. Die U-Bahnen der „District Line“ bringen dich direkt zum Garten.

Abschließend möchten wir auf die London Citypässe hinweisen: Für London-Besucher, die in wenigen Tagen viele Sehenswürdigkeiten besuchen wollen, kann sich ein Citypass lohnen. Denn anstatt für jede Sehenswürdigkeit ein einzelnes Ticket zu lösen, erhältst du mit einem Citypass ein ganzes Paket aus Attraktionen. Unseren London Citypass Vergleich findest du hier.